Uferpark Reiherstieg

Vom Uferpark Reiherstieg zum Westeingang der Internationalen Gartenschau

Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes „Sprung über die Elbe" und des Gartenschau-Projektes soll eine Grünverbindung zwischen dem Uferpark am Reiherstiegknie und dem Wilhelmsburger Inselpark, mit Querung des Veringkanals, der Straße Schmidts Breite und der Georg-Wilhelm-Straße, entstehen. Gartenschaubesucher werden vom Anleger am Reiherstieg zum Eingangsbereich West an der Wilmansstraße geleitet.

Der Uferpark am Reiherstiegknie, als westlichster Teil der Gesamtmaßnahme, bietet den Bürgern zukünftig die Möglichkeit des Zugangs zum Wasser und einen attraktiven Aufenthalt mit Blick auf den Hafen mit seinen alten Speichern und der künftigen Rethe-Klappbrücke. Der Uferpark soll darüber hinaus als Veranstaltungsort unter anderem für das Dockville-Festival gesichert werden. Eine entsprechende Grundausstattung mit Infrastruktur ist vorgesehen.

Der derzeitige Charme der Fläche, den sie vor allem ihrer Wildheit und den großartigen Blicken in den Hafen verdankt, soll so weit wie möglich erhalten werden. Um den Eingriff in die Fläche so gering wie möglich zu halten, wurde eine Promenade entlang der Nordgrenze des Grundstücks geplant. Die Promenade liegt leicht erhöht, so dass die Besucher von dort aus gut in Richtung Getreidehafen und in Richtung Rethehafen blicken können.

Im Osten wird die Promenade von der Straße am Reiherstieghauptdeich über eine großzügige Deichtreppe erschlossen. Die Treppenanlage ist zu einem großen Teil als Sitzstufenanlage ausgebildet und ermöglicht somit das Verweilen.

Mit der Barkasse von den Landungsbrücken zum Reiherstiegknie

Unterhalb der Treppenanlage wird ein Barkassenanleger erstellt, so dass zusätzliche Besucher per Schiff aus der Innenstadt zum Uferpark gelangen, um dann z.B. über „Alte Schleuse" in Richtung Wilhelmsburg und igs Gelände kommen.

Rund dreißig Minuten dauert die pittoreske Fahrt von den Hamburger Landungsbrücken zum Fähranleger der internationalen gartenschau hamburg. Die Barkassentour führt an Werften, Kränen und Fabrikruinen vorbei auf einen der faszinierendsten Wasserzugänge der Insel: Das Reiherstiegknie mit seinem Blick auf den monumentalen Rethespeicher und mit der Rethe-Hubbrücke schräg gegenüber.

Ausbau Wasserwege und Schiffsverbindungen

Uferpark Reiherstieg - Gegenstand des Peter-Joseph-Lenné- Preis 2008

Auf dem 2,7 Hektar großen Dockville-Gelände am Reiherstiegknie entsteht ein weiterer grüner Vorposten der Gartenschau: der Uferpark Reiherstieg. Insgesamt 62 junge Architekten hatten sich 2007 um den „Peter-Joseph-Lenné- Preis“ des Landes Berlin beworben. Aufgabe war es, die ehemalige Industriebrache in einen Park am Wasser zu verwandeln. Am 20. November 2008 errang die junge Braunschweiger Architektin Judith Messing den 1. Preis.

Ihr Entwurf besticht durch seine natürliche Schlichtheit:
die Treppenkaskaden zum Wasser, der freie Blick auf die imponierende Hafenkulisse, die behutsamen Eingriffe in das Gelände, die den Park je nach Bedarf in einen Freizeit-, Veranstaltungs- oder Erholungspark verwandeln.

Für die tatsächliche Realisierung des Projektes wurde der Entwurf von Judith Messing noch einmal überarbeitet. Die Grundidee der Zurückhaltung und des schonenden Umgangs mit dem Bestand, liegt dieser neuen Planung zu Grunde.

„Peter-Joseph-Lenné- Preis“

Ansprechpartner

Nico Albrecht
Projektkoordination Freiraumplanung und Landschaftsbau
nico.albrecht@igs-hamburg.de
Tel.: 040 / 226 31 98 – 730

Entwurfsplan

Visualisierungen Brücke Veringkanal

igs 2013/Blunck + Morgen Architekten
igs 2013/Blunck + Morgen Architekten

Geländeansichten 2011

Uferpark am Reiherstieg

Brücke Veringkanal