
Tatjana Busch, Berlin
Bewertung der Jury
Die Idee, mit einem Prozess-Drehbuch die Zukunft der multimedialen Teilräume zu skizzieren, wird positiv bewertet. Der vorgeschlagene Prozess mit definierten Vorgaben zur Erschließung Freiraum und Nutzungen grob zu strukturieren, wird ebenfalls als tragfähig eingeschätzt, vor allem in Verbindung mit der Idee einer offenen Entwicklung der dazwischen liegenden Feinstrukturen.
Lokale Initiativen, Akteure vor Ort sind dabei die Träger der Prozesse. In einzelnen Aktionen sollen auf Grundlage bestehender Orte Geschichten, Bilder, Bedeutung des zukünftigen Parks entstehen. In nachlaufenden Prozessen sollen sich die temporären Aktivitäten verstetigen und verfestigen. Die aus dieser Strategie zu erwartende intensive Auseinandersetzung mit den besonderen Orten bleibt aber zufällig und wird nicht systematisch durchgeführt. Dadurch werden die vorgeschlagenen Aktionen austauschbar und dem offenen Prozesscharakter nicht gänzlich gerecht.
Weitere Überlagerungen zu anderen Akteursgruppen - neben den benannten „urbanen Kreativen“ - würden die vorgeschlagenen, interessanten Strategien noch stärker machen. Die Offenheit des Drehbuchs wird durch den dargestellten konkreten Entwurfsbeitrag leider nicht eingelöst. Das vorgelegte Drehbuch wird in der gewählten grafischen Bearbeitung für die angesprochenen Nutzer und Akteure als angemessenes Format gewürdigt.








