
Sandra Patzelt, Desden
Bewertung der Jury
Eine markante Wegeskulptur wird als raumprägender und identitätsstiftender Layer im Mündungsbereich der Bille platziert und stellt eine starke Setzung dar. Diese Wegeskulptur geht differenziert auf die topografischen, städtebaulichen und naturräumlichen Gegebenheiten des Ortes ein, ordnet und verortet den Raum im Kontext (Blick zur Stadt, Elbe, Bille, Straßenraum etc.).
Die besondere Herausforderung der Adresse Billebogen mit seiner städtebaulichen Stärke (12m hohe Skulptur) sowie dem Flutplatz mit seiner Sichtbarmachung des Tidenhubs lassen einen bewussten Umgang mit dem Ort erkennen. Zudem schafft die Wegeskulptur eine „Innen-und Außen-Struktur“ mit unterschiedlichen Raumqualitäten und übernimmt speziell im Bereich des verkehrlich stark besetzten Billebogens Lärmschutzfunktion. Etwas beliebig wirkt der Anbindungspunkt der Wegeskulptur an die angrenzenden Stadtstrukturen. Die angedeutete Allee wirkt deplatziert im Kontext der Billemündung.
Insgesamt haben die Verfasser einen überzeugenden freiraumplanerischen Beitrag vorgelegt, der trotz einzelner Schwächen im Detail innovative Ansätze für eine urbane Landschaftsarchitektur für diesen ungewöhnlichen Ort aufzeigt.






