

- Visualisierung igs 2013/RMP, Stand August 2010
Die abenteuerliche Reise durch die Landschaften und Pflanzenwelt aller fünf Kontinente beginnt und endet in Europa. Umrahmt von alten Kleingartenanlagen und einem blauen Blütenmeer, das die Ozeane darstellt, werden die fünf Kontinente Afrika, Amerika, Asien, Australien und Europa in jeweils drei Gärten dargestellt.
Dabei bilden sie die unterschiedlichen Landschaften nicht bloß ab, sondern interpretieren sie neu. So entsteht in der Welt der Kontinente eine neuartige und mutige Formensprache der Landschaftsarchitektur, die den Besucher kurzweilig unterhalten wird.
Und weiter geht die Reise durch die Gärten der Welt der Kontinente...
49. Zwischen Fynbosblüten und Cabernet Sauvignon
Südafrika – die Garden Route
Die südafrikanische Landschaft zu erleben, ist ein einzigartiger Genuss. Eine Besonderheit dieser Region ist die sogenannte Garden Route. Sie erstreckt sich in einer der großartigsten und faszinierendsten Regionen des Landes Südafrika, wenn nicht sogar der Welt: mit majestätischen Bergen, atemberaubenden Aussichten auf Täler, Seen, Flüsse und Wälder, einem Paradies für Vogel- und Naturfreunde, einem Ökosystem wie keinem anderen in der Welt, mit kilometerlangen, schönen, weißen, Sandstränden und einer Unmenge an Attraktionen, die es zu erforschen gibt. Die Flora in Südafrika ist einfach spektakulär. Südafrika ist eine wahre Schatztruhe für Naturliebhaber und Pflanzenfans!
Ein besonderer Ort an der Garden Route ist die großartige Natur, die Knysna umgibt. Der Name Knysna bedeutet „Ort des Holzes“. Die mystischen Wälder von Knysna laden den Reisenden zu ausgedehnten Wanderungen oder Fahrradtouren ein. Das geschützte Naturerbe mit seiner ursprünglichen Vegetation ist die Heimat zurückgezogen lebender Elefanten.
50. Sansibar oder der letzte Grund
Zentralafrika – auf den Spuren David Livingstones
Sansibar liegt an der Osttküste Afrikas und ist nicht nur in unseren Träumen die Insel mit Sandstränden unter Palmen, sondern steht auch durch den berühmten Roman Alfred Anderschs als Synonym für einen lebensfreundlichen Ort.
Der bekannteste Stadtteil der Inselhauptstadt Sansibar ist das historische Zentrum Stone, das seit dem Jahr 2000 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht. Die meisten der gemauerten Häuser wurden vor etwa 150 Jahren aus Korallengestein gebaut, viele davon werden renoviert und restauriert. Aber nicht nur der umfassende Plan zur Erhaltung und Gestaltung der historischen Altstadt, sondern auch die Neugestaltung des am Wasser gelegenen Forodhani Garden als abendlicher Treffpunkt weckt die Reiselust.
51. Casablanca
Nordafrika – Humphrey Bogarts weiße Rosen
Marokko im Nordwesten Afrikas wird nur durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Landschaftlich hat Marokko Unterschiedliches zu bieten: Von der flachen Küstenlandschaft am Atlantik erstreckt sich die Topographie im Atlasgebirge bis auf über 4.000 Meter Höhe. Wie das Klima ist auch die Pflanzenwelt durch das Atlasgebirge zweigeteilt: Nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Von nur noch sehr kleinen Waldbeständen in den regenreichen Gebirgszonen und den westlichen Regionen verwandelt sich die Vegetation jenseits des Atlasgebirges in eine Trockensteppenvegetation.
Casablanca ist die größte Stadt Marokkos und heißt aus dem Spanischen übersetzt „Weißes Haus“. Sie liegt südlich der Hauptstadt Rabat direkt an der Atlantikküste und gilt als wirtschaftliches Zentrum des Landes. Hören wir den Satz „Ich seh dir in die Augen, Kleines“, denken wir an Hollywood und die weltberühmten Schauspieler Humphrey Bogart und Ingrid Bergman, an eine romantische Geschichte an einem exotischen Schauplatz.
52. Jardin amazonas
Südamerika – Garten der Amazonen
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Legende besagt, dass die europäischen Entdecker unter der Führung von Francisco de Orellana kämpfende einheimische Frauen sahen und den Fluss daher nach den Amazonen benannt hätten.
Die Klimaerwärmung hinterlässt auch in der „Lunge der Erde“ ihre Spuren: 2005 wurde das Amazonasgebiet von einer Dürre heimgesucht, die in diesem Ausmaß noch nie aufgetreten war. Wenn sich die Natur jemals wieder vollständig davon erholt, wird es Jahrzehnte dauern. Doch das biologische Gleichgewicht dieses Ökosystems ist überaus empfindlich, und selbst wenn es dieser Naturkatastrophe widersteht, ist es auf Dauer durch die immer größeren Schwankungen des Wetters bedroht.
53. Entre el suelo y el cielo
Mittelamerika – Garten zwischen Himmel und Erde
Mittelamerika ist die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika und wird geographisch der Großregion Nordamerika zugeordnet. Kulturhistorisch ist es jedoch als eigenständiger Raum zu betrachten. Wenn wir den Begriff Mittelamerika hören, entstehen in unseren Köpfen bunte Bilder: autochthone Völker wie Maya und Azteken, spanische Sprache und der große Entdecker Christoph Kolumbus, aber auch der Panamakanal als kürzeste Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik.
Der Name Christoph Kolumbus steht für die Entdeckung der Neuen Welt. So wird der Christoph-Kolumbus-Tag in vielen Ländern der Welt gefeiert. Interessant ist hierbei, dass der Tag an unterschiedlichen Daten gefeiert und auch unterschiedlich genannt wird: So heißt er bei den Spaniern „Tag der Hispanität“, in Argentinien, Ecuador, Kolumbien und Mexiko „Dia de la Raza - Tag der Ethnien“ und in Chile „Dia del Descubrimiento de Dos Mundos - Tag der Entdeckung zweier Welten“. Aber egal , wie, wann und wo gefeiert wird: Für alle steht der Name als Begriff für Abenteuer, hölzerne Viermaster mit knatternden Segeln und knarzenden Masten, Meuterei und Piraterie.
54. I have a dream – Yes, we can
Nordamerika – der amerikanische Traumgarten
Der amerikanische Traum bezeichnet den in der US-amerikanischen Gesellschaft fest verankerten Glauben, dass jedes Individuum durch harte Arbeit und eigene Willenskraft sein Leben verbessern kann; meist mit stetigem und steigendem Einkommen. Oder anders gesagt: „Vom Tellerwäscher zum Millionär: Jeder Amerikaner ohne etwas in den Taschen, ohne einen einzigen Dollar, kann sich zum Millionär hocharbeiten.“
55. The Roaring Forties
Neuseeland/Tasmanien – Garten der Winde
Mit „Roaring Forties“ (zu deutsch: brüllende oder donnernde Vierziger) bezeichnet man die Region der Westwinddrift zwischen 40° und 50° südlicher Breite.
Diese Winde aus westlicher Richtung wehen das ganze Jahr über und sorgen für unbeständiges Wetter, Regen und hohen Seegang. Häufig laufen sie zu Sturmstärke auf. Im Bereich der „Roaring Forties“ gibt es drei bedeutende Landmassen, die Australien vorgelagert sind: Tasmanien, die neuseeländische Südinsel und Patagonien, das sich über den südlichen Teil von Chile und Argentinien erstreckt.
Weltumsegler machen sich dieses Phänomen zunutze, indem sie für weltumspannende Reisen gezielt diese Breiten aufsuchen und Ost als bevorzugte Reiserichtung wählen. Eine Umsegelung in Gegenrichtung gestaltet sich sehr schwierig. Aber auch dafür gibt es Beispiele wie die Weltumsegelung von Wilfried Erdmann.
56. Gauguin und das Paradies der Südsee
Südsee – Garten der Exotik
Im übertragenen Sinn ist die Südsee eine weit entfernte und oft auch idealisierte Weltregion. Die Berichte der frühen Entdecker bestimmten lange Zeit das Bild der Europäer von der Südsee: Sie wurde als Garten Eden beschrieben, als Region, die den Menschen alles bietet, was sie zum Leben brauchen, ein Garten mit üppiger Vegetation, tropischen Früchten und friedlichen Menschen. Man dachte an Frauen mit großen Blüten im glänzenden Haar und an Männer, die in schmalen Booten wendig auf dem klaren Meer die Netze mit silberglänzenden Fischen ins Boot ziehen.
Zu diesem Bild hat auch der französische Maler Paul Gauguin beigetragen. Seine Bilder geben nicht die Wirklichkeit wieder, sondern das exotische Paradies, das der Maler sich erträumte. So schrieb er Ende 1890 in einem Brief: Die „glücklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine Süße. Für sie heißt Leben Singen und Lieben.“
57. Down under
Australia – der moderne australische Garten
„Tagträume, von Reisen in fremde Länder schwärmen und der Wunsch, wieder einmal ganz weit weg zu sein … Sag mir doch, was fällt dir zu Australien ein! Ein kurzes Schweigen, ein tiefes Luftholen für das, was nun kommt: Australien – ziemlich weit weg und einmal auf den Kopf gedreht! Sydney Opera House und Harbour Bridge, einsames rotes Land, British, Kängurus, Koala und Redback Spider, Queensland, Great Barrier Reef und Fraser Island, Krokodile, australischer Outback und glühender Ayers Rock, giftige Schlangen, Haie und Wale, Sandstrände und Surfen, Aborigines, Bumerang und Didgeridoo, Flying doctors, ….. Und nun? Träumen wir doch weiter!“
58. Garten der aufgehenden Sonne
Ostasien – moderne japanische Gartenkunst
Der klassische japanische Garten, die Zen- beeinflusste Gartenkunst und die Kirschblütenfeste mit ihren beeindruckenden Feuerwerken: Das alles verbinden wir mit dem asiatischen Land Japan. Was aber macht eigentlich den modernen japanischen Garten aus?
Wie gestaltet sich Freiraum in einer modernen Stadtkultur? Und schaukelt das japanische Kind anders als ein deutsches Kind? Viele Fragen, die im Entwurf zeitgenössischer fernöstlicher Landschaftsarchitektur eine Antwort finden.
59. Big food
Zentralasien – China, die Wiederkehr des ländlichen Gartens
Garten der Abkehr von Kitsch und Rückkehr zur chinesischen Landschaftsästhetik, die Wiederkehr der Schönheit in der Einfachheit und Wildnis.
60. Garten aus 1001 Nacht
Vorderasien – Orientalischer Garten
Mesopotamien, das fruchtbare Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Der vordere Orient und Tausendundeine Nacht: Die hängenden Gärten von Babylon – nur ein fantastischer Mythos oder hat es sie wirklich gegeben? Geschichten von Sindbad dem Seefahrer, Aladin und der Wunderlampe und Ali Baba und den 40 Räubern. Dies alles sind phantasiereiche Titel, die von leuchtenden Farben, verschleierten Frauen, wildem Jasmin und üppiger Vegetation erzählen.
61. Zwischen Jardin d´Azur/Jardin del Sol
Südeuropa - mediterraner Garten
Das europäische Mittelmeer steht für eine transkontinentale Region, die die küstennahen Festlandregionen dreier Kontinente erfasst, zu denen Südeuropa, Vorderasien und Nordafrika zählen.
Der südeuropäische Mittelmeerraum ist geprägt durch eine bestimmte Vegetation mit ihren Olivenhainen, der undurchdringlichen Macchia, Steineichen, Pinien und Lavendelfeldern. Und er wird geprägt durch das mediterrane Leben, durch lebendige Sprache, aber auch einfach durch Pizza und Pesto.
Bietet der südeuropäische Mittelmeerraum einerseits unzählige historische Sehenswürdigkeiten und Museen mit beeindruckenden Kunstwerken, gibt es andererseits auch moderne Architektur zu bewundern.
62. Via Mala
Zentraleuropa – transalpiner Garten
Die geographische Abgrenzung des mitteleuropäischen Raumes wird im Westen und Nordwesten durch den Rhein gebildet, im Norden durch Nordsee und Ostsee. Im Osten erfolgt die Abgrenzung durch die Ostkarpaten, im Süden durch die Zentralalpen.
„Wir fahren in die Berge!“ Das bedeutet für viele Ferien in den Alpen, im Sommer zum Wandern und im Winter zum Skifahren. Man denkt an gewaltige Bergmassive, Gletscher und das ewige Eis, aber auch an saftige Almen und das gemütliche Bimmeln großer Kuhglocken. Almauftrieb, Gipfelkreuz, Alpenglühen und Hansi Hinterseer sind romantische Begriffe zur Beschreibung des Alpenmythos.
Von der Via Mala über die Belle Époque in Zermatt und St. Moritz bis hin zu Seilbahnen für mehrere hundert Fahrgäste gleichzeitig. Ein Kontrast von Tradition und Moderne.
63. Hurtigruten
Nordeuropa – skandinavischer Garten
„Folgen Sie Hurtigruten auf den Pfaden der großen Polarentdecker. In der Tradition Fridtjof Nansens, Roald Amundsens und Sir Ernest Shackletons bringen Sie unsere Expeditionsschiffe zu den letzten großen Naturreservaten der Erde – Grönland, Spitzbergen und die Antarkti. Nautisch anspruchsvolle Gewässer haben bei Hurtigruten Tradition.
Was an den Fjordküsten Norwegens begann, setzt sich nun in den Polarregionen fort: die Leidenschaft für spektakuläre Naturschauspiele. Kristallblaue Gletscher leuchten in den hellen arktischen Sommernächten. Faszinierende Fjorde und märchenhafte Eisformationen fügen sich zu einem einzigartigen Landschaftsgemälde zusammen.
Spüren Sie die starke Anziehungskraft der unberührten Wildnis des Svalbard-Archipels. Wo Eisbären und Wale, Robben und Polarfüchse sowie die unterschiedlichsten Seevögel zuhause sind, erwartet Sie eine Reise mit unzähligen unvergesslichen Augenblicken!“, so lautet der Werbetext eines skandinavischen Reiseveranstalters.
Nordeuropa hat aber nicht nur eine beeindruckende Naturlandschaft zu bieten, sondern steht auch für modernes skandinavisches Design. Grau, Schwarz, Weiß und Blau, Steine und Felsen, Moose und Flechten sind skandinavische Farben, Formen und Pflanzen. Aber auch der warme Klang der Sprache und das typische Rot schwedischer Holzhäuser sind Symbole für Gastfreundschaft und Gemütlichkeit.
64. Der verloren Garten
Atlantis – versunkenes Inselreich, Spielplatz
Über kaum einen Ort dieser Welt wird so gerätselt, gesucht, geforscht, gestritten und debattiert wie über Atlantis. Was ist Atlantis: das sagenumwobene versunkene Inselreich, die große Seemacht, die weite Teile von Europa und Afrika beherrscht hat und die in Folge einer Naturkatastrophe innerhalb „eines einzigen Tages und einer unglückseligen Nacht“ untergegangen ist? Hat es Atlantis tatsächlich gegeben und wenn ja, wo mag es gelegen haben?
Atlantis wird beschrieben als paradiesischer Ort. Ein grünes Inselatoll, auf dem unbekannte Tiere leben, mit fruchtbaren Ebenen und einer Vielzahl an Bäumen, Pflanzen und Früchten. Außerdem gibt es große Vorkommen an wertvollen Bodenschätzen wie Gold, Silber und „Oreichalkos“, einem von Platon beschriebenen „feurig schimmernden Metall“. Ein lebensfreundlicher Ort, der in unserer Phantasie eher für Überfluss und Lebensfreude steht als für Mangel und Entbehrung.
Vielleicht steht der Name Atlantis gerade deshalb, weil er so sagenumwoben und mythisch ist, für viele weitere Phantasien: als Hauptschauplatz in den Science-Fiction- Filmen „Stargate Atlantis“ oder in dem wunderbaren Roman von Jules Verne „20 000 Meilen unterm Meer“, in dem Kapitän Nemo und Professor Aronnax die Ruinen von Atlantis auf dem Meeresgrund besuchen. Atlantis ist auch Namensträger einer Raumfähre, die Reisen in das unerforschte weite Weltall unternimmt. Atlantis gilt als Symbol für Träume, Mythen und Phantasien.
Geländedokumentation 2008
Wollen Sie wissen, wie das Gelände ursprünglich ausgesehen hat? Dann schauen Sie sich untenstehenden Clip von 2008 an.
Ansprechpartner

Jessica Tag
Projektkoordination Freiraumplanung und Landschaftsbau
Tel.: 040 / 226 31 98 – 714
Ansichten in Google Earth öffnen
| 67 K |

























