Welt der Häfen
Visualisierung igs 2013/RMP, Stand August 2010

Edle Seide, große Weine, Tee und Kaffee und Kakao: Die Welt der Häfen entführt die Reisenden in die Welt des Handels, der Seefahrt und des Fernwehs. Schnurgerade führt der Weg vom Haupteingang an bunten Containern und kastenförmig angelegten Hafengärten entlang, die auf das Maß eines Standardcontainers zugeschnitten oder in umgebauten Containern arrangiert werden. Sie thematisieren die verschiedene Hafenstädte, die Phileas Fogg und Passepartout auf ihrer Reise „In 80 Tagen um die Welt“ besuchen, darunter London und Mumbai, Kalkutta und Singapur, Hongkong, Shanghai und San Francisco. Es ist ein Fest für die Sinne und die Fantasie – und eine Hommage an die Welt- und Hafenmetropole Hamburg.

Lernen Sie die Gärten auf dem Gartenschau-gelände kennen und starten Sie mit dem Begrüßungsgarten "Hamburger Hafenduft"

Quelle: Fotolia

Der Begrüßungsgarten heißt den Besucher willkommen und bereitet ihn auf seine Reise vor: frei nach Jules Verne, auf den Spuren seines Romans „In 80 Tagen um die Welt“.

Der Hamburger Hafen mit der historischen Speicherstadt und seiner jahrhundertealten Handelstradition gilt heute als bedeutender Standort des Containerumschlags. Als Hamburg 1888 dem Deutschen Zollverein beitrat, wurde termingerecht die Speicherstadt als Freihafengebiet eröffnet.

Der Begrüßungsgarten „Hamburger Hafenduft“ erzählt von der alten Speicherstadt, dem damaligen Warentransport per Schute und Kran und in Säcken gelagerten Handelsgütern. Als Umschlagplatz für Rohkaffee, Tee und Gewürze ist die Spitzenposition des Hamburger Hafens auch heute noch weltweit unbestritten. Exotische Gewürze in offenen Jutesäcken liegen zur Verkostung bereit. Der Holzboden knirscht, eine Seilwinde ächzt, hier wird die alte Hamburger Speicherstadt lebendig.

Nach dem Begrüßungsgarten startet die Reise "In 80 Gärten um die Welt". Lernen Sie hier die geplanten Gärten in der Welt der Häfen kennen:

2. Victoria Station

Quelle: Fotolia

Die Weltreise beginnt

Im Roman von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“ ist London der Ausgangspunkt der Reise um die Welt: Phileas Fogg und sein Diener Passepartout starten ihr Abenteuer in der berühmten Victoria Station.

Der Garten "Victoria Station" steht daher für den Aufbruch, für das geschäftige Treiben des Ankommens und Abfahrens: Blumenbeete symbolisieren Gleisanlagen und zurechgestutzte Hecken sehen aus wie Eisenbahnwaggons.  

 

3. Connecting People

Quelle:Fotolia

Zwischen Dover und Calais

Die Straße von Dover gehört zu den Schifffahrtswegen mit dem dichtesten Schiffsverkehr der Erde: Rund 400 Schiffe passieren Tag für Tag die Meerenge zwischen den Britischen Inseln und dem europäischen Kontinent. Die kürzeste Fährverbindung ist diejenige zwischen der französischen Hafenstadt Calais und der in Kent gelegenen englischen Hafenstadt Dover. Jährlich nutzen etwa zwei Millionen Passagiere diese Fährverbindung.

Im Garten „Connecting People“ begibt sich der Besucher auf eine Reise zwischen den Nationen Frankreich und England, getrennt durch das Meer und verbunden durch die Fährpassagen. Dargestellt werden die Fährhäfen, die heute Knotenpunkte des Handelsnetzes und damit der Globalisierung sind.   

4. Drei kleine Italiener

Quelle: Fotolia

Toskana-Träume

Die Toskana steht für Romantik und Sehnsucht, für Zypressen und Terrakotta, für Kultur und Kulinarik.

Aber der Garten "Drei kleine Italiener" zeigt nicht nur die romantische Toskana, sondern präsentiert gleichzeitig Müll, Kommerz und Zersiedelung. Dieser überraschende Bruch spielt mit der Erwartungs-haltung der Besucher und regt zum Nachdenken an.

5. Wüstenstrom

Quelle. Fotolia

Suez – die Wiege des Welthandels

Bereits 1864 wurde der Suezkanal als Verbindung zwischen Europa und Asien geschaffen: Die 163 Kilometer lange Wasserstraße beginnt im Mittelmeer bei der Hafenstadt Port Said und endet im Roten Meer bei der Stadt Suez, die dem Kanal ihren Namen gab.

Wer den Suezkanal bereist, sieht vor allem eines: Wüste soweit das Auge reicht. Im Gegensatz dazu floriert die Schifffahrt auf dem Kanal. Täglich wird die wichtige Schifffsfahrtsstraße von mehr als sechzig Containerschiffen durchfahren.

Der Garten „Wüstenstrom“ verdeutlicht den faszinierenden Kontrast zwischen der einsamen Wüstenlandschaft und den buntschillernden Containerschiffen auf ihren Reisen zwischen Europa und Asien. Der Gast erlebt den weltweiten Handel durch exotische Waren und Gerüche.

6. Buntes Treiben

Quelle: Fotolia

Vom Basar zur Speicherstadt

Indien erleben, schmecken, riechen: der Basar-Garten ist ein Fest für die Sinne. Denn kaum ein anderes Land ist bunter, lebendiger und reicher an Gewürzen, Farben und Düften.

Der Garten entführt seine Besucher in eine fremde Welt, in eine Oase zum Entspannen und Träumen. Er lädt seine Gäste ein, im orientalischen Pavillon auf einer gigantischen Kissenlandschaft die Farbenpracht und Geruchsintensität des Gartens bei einer Tasse Tee zu genießen. 


7. Tea Time

Ein Getränk reist um die Welt

Im Garten „Tea Time“ dreht sich alles um den Tee: der Tee als Pflanze, der Tee als Getränk und der Tee als Ware.

Der Garten und seine Teestube laden alle Gäste ein, sich auf Teekisten niederzulassen, zu entdecken und zu schmecken. Und ganz nebenbei lernt der Besucher, woher der Tee kommt, wie und unter welchen Bedingungen er verarbeitet wird und wohin er verkauft wird.

8. Wellenritt

Quelle: Fotolia

Klar zum Entern!

Bereits vor der Zeit der Weltumsegelung von Phileas Fogg und Passepartout war die Halbinsel Singapur berüchtigt als Zufluchtsort für Seeräuber.

Und auch auf der Gartenschau gibt es die berühmt-berüchtigten Piraterie: Denn im Garten "Wellenritt" haben alle Kinder als kleine Seeräuber die Oberhand: Auf ihrem Spielplatz mit Pirateninsel und Seeräuberschiff springen sie von Boje zu Boje, immer auf der Suche nach dem Gleichgewicht. Und auf der Jagd nach verborgenen Schätzen stoßen sie auf exotische Planzen, die aus Teekisten wachsen.

9. Bamboon-Town

Quelle: Fotolia

Ein Hochhaus aus Gras

Zaubermaterial Bambus: ein Gras, das wächst wie ein Baum, das klingt und schwingt und zum Hausbau geeignet ist.

Bambus ist ein bedeutender und schnell nachwachsender Rohstoff. Vor allem in Ostasien hat die Pflanze große Bedeutung als vielseitiger Baustoff. Die Verwendung reicht von temporären Bauten und dem Hausbau über den Möbelbau bis hin zu technischen Konstruktionen wie Brücken.

Mit Bambus wird  reger Handel betrieben. Er ist ein wichtiger Rohstoff für den Bauboom in Ostasien und ist darüber hinaus typisch für die Gartenkunst in Fernost.

Der Garten "Bamboon-Town" präsentiert, wie ein Bau in Harmonie von Natur und Technik entstehen kann.

10. In trockenen Tüchern

Quelle: Fotolia

Von Shanghai bis zum Shirt

Im traditionellen chinesischen Garten lernt der Besucher die fernöstliche Gartenkunst und Philosophie kennen. Ziel des chinesischen Gartens ist es, die Harmonie von Erde, Himmel, Steinen, Wasser, Gebäuden, Wegen und Pflanzen zu verkörpern. Diese Harmonie soll für den Besucher spür- und erlebbar gemacht werden - er kann sich dabei auf Bambusmöbeln entspannen und ausruhen.

Eingebettet in diese chinesische Gartenlandschaft, rückt ein besonderes Thema in den Vordergrund: die Baumwolle. Denn China ist ein großer Baumwoll-Exporteur, eine Nation zwischen traditionellem Anbau und technischem Fortschritt. Der Gartenbesucher lernt nicht nur die Baumwollpflanze kennen, sondern erfährt auch allerlei über ihre Verarbeitung und Verwendung in der Textilindustrie. Von der Pflanze bis zum fertigen Textilprodukt können alle Schritte des Verarbeitungsprozesses aktiv nachverfolgt werden.

11. Seidenraupe Nimmersatt

Quelle: Fotolia

Begehrter Stoff aus Fernost

Japan ist der größte Seidenhersteller und Lieferant der Welt. Der Garten „Seidenraupe Nimmersatt“ entführt den Besucher in die Welt des Herstellungs-prozesses: Er lernt die Seide als eine feinen Textilfaser kennen, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Die Seidenraupe wiederum ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaums.

Das Produkt, das am Ende des Herstellungsprozesses entsteht, schmückt den Garten "Seidenraupe Nimmersatt": Seidentücher wehen sanft im Wind und schaffen einen Ort der Inspiration und Verzauberung.

12. Datumsgrenze

Quelle: Fotolia

Zeit ist flüchtig

Die Datumsgrenze ist eine willkürlich festgelegte Zeitgrenze, bei deren Überschreitung ein Tag hinzukommt oder weggenommen wird. Sie wurde mit der Einführung der Zeitzonen notwendig und 1845 eingeführt. Die Datumsgrenze liegt im Pazifik, da dort kein zusammenhängendes Gebiet geteilt und der Ozean seltener durchquert wurde als der Atlantik.

Warum wurden die Jahreszählung und Datumseinteilung eingeführt? Wie hängen sie mit der Tageszeit und dem Sonnenstand zusammen? Von diesen Themen erzählt der Garten.

13. Drunken Piers

Quelle: Fotolia

Auf Deck

Die Fisherman´s Wharf gehört zu den Hauptattraktionen von San Francisco. Entstanden ist sie um 1900, als dort italienische Fischer siedelten. Seit den 50er Jahren entwickelte sich das Viertel zu einem Touristengebiet.

Der Pier 39 ist ein Teil von Fisherman’s Wharf. Er ist eine ehemalige Bootsanlegestelle, die heute einen ganzjährigen Rummel mit Souvenirläden, Fahrgeschäften, Restaurants und einem Aquarium beherbergt. Die heimliche Hauptattraktion des Piers 39 sind jedoch die Seelöwen. Sie räkeln sich auf den Stegen des Piers, unbeeindruckt von den in der Nähe anlegenden Booten.

In diesem Garten soll die typische Atmosphäre eines Hafenpiers in San Francisco dargestellt werden. Hier paart sich "buntes Treiben“ mit den historischen Bauten der vorletzten Jahrhundertwende. In diesem Garten erlebt der Besucher den „American Way of Life“ mit allen Sinnen, er erahnt Sonne und Wasser und das Knarren der Holzplanken.

14. Ellis Island

Quelle: Fotolia

Entwurzelt - Verpflanzt

New York ist seit Jahrhunderten ein bedeutendes Einwanderungsziel. Zwischen 1892 und 1954 erreichten etwa 12 Millionen Einwanderer die zentrale Sammelstelle für Immigration, Ellis Island. Darunter befanden sich zahlreiche Migranten, die über den Hamburger Hafen Deutschland verließen, um ein neues Leben in den USA zu beginnen.

Heute ist New York nach wie vor von der Migration und dem Zusammenleben verschiedener Kulturen geprägt. Hier leben Menschen aus allen Kontinenten, weshalb New York auch als Schmelztiegel der Nationen bezeichnet wird.

In der gärtnerischen Kultur sind die in den 70er Jahren entstandenen Community Gardens Ausdruck der multikulturellen Stadtgesellschaft. Auf brachliegenden Flächen oder innerstädtischen Freiräumen entstanden bunte Gärten, in denen Menschen aus den verschiedensten Nationen miteinander gärtnern. Gärtnern auch Sie mit und freuen Sie sich an der Vielfalt der Farben und Pflanzen, die ebenfalls aus aller Welt kommen und die Gesellschaft wiederspiegeln.

15. The Beat

Quelle: Fotolia

Die Musik der Beatles

Liverpool liegt an der Mündung des Merseyriver am Atlantik. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde 40 Prozent des Welthandels über Liverpool abgewickelt. Der Hafen wurde bedeutend für den Atlantikhandel und exportierte Stahl und Textilien.

„Merseybeat“ nannten die nordenglischen Jugendlichen ihre besondere Art des Rock ´n´ Roll. Gegen Ende der 50er bzw. zu Beginn der 60er Jahre etablierten Liverpooler Bands wie Gerry & The Pacemakers, The Searchers und The Beatles diesen Musikstil in der Popmusik. Der Gast kann diese Rock´n´ Roll  und Beatmusik im Garten "The Beat" nachvollziehen und wird von Ton- und Erinnerungsträgern umgeben.

Geländedokumentation 2008

Wollen Sie wissen, wie das Gelände ursprünglich ausgesehen hat? Dann schauen Sie sich untenstehenden Clip von 2008 an.

Ansprechpartner

Martin Schulz-Brehme
Projektkoordination Freiraumplanung und Landschaftsbau
Tel.: 040 / 226 31 98 – 733

Entwurfsplan

Gelände - Ansichten 2010

Ansichten in Google Earth öffnen

World_of_Ports.kmz

30 K