
Erst die Schau, dann der Park: Ziel der igs 2013 ist es, über das befristete, touristische Großereignis „Gartenschau“ einen Park für das 21. Jahrhundert zu schaffen. Dieser Park soll den modernen Ansprüchen einer internationalen Stadtgesellschaft gerecht werden. Die Leitthemen der Gartenschau, auf die alle landschaftlichen und baulichen Projekte verpflichtet werden, lauten daher folgerichtig: Bewegung, Begegnung und Interkulturalität.
Diese Themen werden gebaute Realität, beispielsweise in der Welt der Bewegung mit ihren vielfältigen Sport- und Spielangeboten, in der Anlage des Freizeitrundweges rund um die Insel oder des Kanukanals durch den Park. Sie manifestieren sich in der Welt der Kulturen als öffentliche Grillstellen und neu gestaltete Spielplätze oder als barrierefreie Stege und Wege für seh- und gehbehinderte Menschen. Sie werden in der Welt der Religionen lebendig, in der die Kapelle zur Begegnung und der Brunnen der fünf großen Glaubensgemeinschaften zum toleranten Miteinander einlädt.
Grünanlagen als Ausgleichsfläche für die gestresste Stadt
All diese bleibenden Baumaßnahmen auf dem Gartenschaugelände sind Ausdruck für das gewandelte Verständnis in der Landschaftsarchitektur. Eine moderne Parkgestaltung kann sich nicht in der bloßen Anlage von Wiesen und Wegen, Bänken und Papierkörben erschöpfen. In den verdichteten Stadträumen der Metropolen muss ein Park immer mehrere Funktionen erfüllen: Er ist Ruhe- und Erlebnisraum, Sportparadies und grünes Wohnzimmer, Liege- und Grillwiese, Entfaltungsraum für Flora und Fauna. Diesen Park wird die igs 2013 schaffen. Einen Park, der allen Kulturen und allen Generationen ein grünes Zuhause bieten wird, in dem sie sich erholen, einander begegnen, miteinander spielen und Sport treiben können.






