Bewertung der Jury
Ein artifizielles Wasserornament, das sich bei näherem Hinsehen als gekonntes Bachbett in Fließform mit Prall- und Gleithängen entpuppt, ist das zentrale Motiv der Anlage. Innovation gepaart mit gestalterischem Können zeigt sich in der Fähigkeit, das Hangwasser auf der leicht schrägen Ebene am Fuß des Elbhanges sichtbar und delikat zum Fließen zu bringen und dabei eine Vielzahl von Nutzungs- und Spielmöglichkeiten zu gestatten. Mit größtmöglicher „Oberfläche“ wird das Hangwasser in einem Betongerinne, das die rötliche Farbe des eisenhaltigen Wassers annehmen soll, über den sanft und einladend modellierten Hang geleitet.
Streng gefasst von einer attraktiven Böschung mit Sitzelementen und seitlichen Wegen, im Osten und Westen, ist das wichtigste Gestaltungselement auch als zeitgemäßes Zitat einer Barockvolute lesbar. Auch bei Wegfall der östlichen Rasentreppe würde dieser Entwurf keine gestalterische Einbuße erleiden.
Sehr begrüßt werden die Ausdruckskraft und die Offenheit des Areals und die spielerische Herangehensweise.



