Green Capital

Hamburg ist „Umwelthauptstadt Europas 2011” und die igs 2013 eines ihrer 30 Leitprojekte. Mit dem Titel "Green Capiltal"zeichnet die Europäische Kommission Städte aus, die bereits hohe Umweltstandards erreichen und ökologische Konzepte weiter vorantreiben. Den Wettbewerb hatte die EU ins Leben gerufen, weil städtischer Umweltschutz immer wichtiger wird: Vier von fünf Europäern leben in Städten. Gleichzeitig entstehen hier 80 Prozent der CO2-Emissionen weltweit. Die Preisträger sollen als Vorbild andere europäische Städte motivieren, den Umweltschutz zu verbessern.

Hamburg konnte sich im Wettbewerb gegenüber 34 anderen Städten behaupten, darunter Oslo, Amsterdam und Kopenhagen. Die Auswahl erfolgte durch eine unabhängige Jury, die die Kandidaten in zehn Kategorien bewertete. Die Hansestadt konnte überall gute Ergebnisse erzielen, bei Klimaschutz, Abwassermanagement und Verwaltung gab es die höchste Punktzahl. Ein zentrales Entscheidungskriterium war zudem das Potenzial der Bewerber, die Umwelthauptstadt regional und international bekannt zu machen.

Als Umwelthauptstadt Europas 2011 hat Hamburg viel vor: Einerseits will die Stadt die Projekte vorantreiben, die zum Titelgewinn beigetragen haben, etwa das Cluster Erneuerbare Energien oder auch der Autobahndeckel über die A7. Andererseits sollen neue nachhaltige Zukunftskonzepte erarbeitet werden – gemeinsam mit regionalen, nationalen und internationalen Experten.

Die Gartenschau - eines der 30 Leitprojekte

Visualisierung der "Welt der Kulturen"

Mit dem Bau eines neuen Stadtparks ist die igs 2013 ein wichtiger Motor der grünen Hamburger Stadtentwicklung. Parks und Grünanlagen schaffen die dringend notwendigen Erholungsflächen für die gestresste Stadt. Sie bieten Freiräume, Ruhe, Luft und Licht, führen hinaus aus der Enge, Dichte und Bedrängnis der Stadt. Der Bau eines neuen Parks dieser Größenordnung in einer Stadt wie Hamburg ist beispielhaft für die Grünflächenentwicklung in anderen Metropolen. Gerade auf der Elbinsel Hamburg-Wilhelmsburg, ein von Bahn- und Autotrassen zerfurchter Stadtteil, ist die Bereitstellung einer zentralen Ruhezone besonders wichtig.

Mit dem Wilhelmsburger Inselpark entsteht eine neue grüne Lunge

Brach liegende Flächen werden erschlossen und besonders wertvolle Biotope in ihrer Entfaltung unterstützt, indem ihre Gewässer entschlammt, zu einem artenreichen Biotop verbunden und ihre Ufer mit Wildblumen und heimischen Stauden bepflanzt werden. Für die Besucher legt die Gartenschau Wege und Wiesen an, baut Brücken und Gärten, einen Kanuparcours, Fähranleger und Freizeitrundkurs. So bringt die Gartenschau Naturschutz und Landschaftsgestaltung in Einklang und lädt zu Aktivitäten im Grünen ein.

Ausgleichs- und Naturschutzkonzept der igs 2013 für den Hamburger Süden

Noch im 19. Jahrhundert verfügte jeder Einwohner über gerade einmal 1,6 Quadratmeter öffentlicher Grünfläche. Begrünt wurde die Stadt eigentlich nur auf Marktplätzen und Kirchhöfen. Erst um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert setzte sich die Auffassung durch, dass die Bürger Parks und Grünflächen für die Gesundheit bräuchten. Die Volksparkbewegung entstand. Heute bestehen gut neun Prozent der Hamburger Stadtfläche aus Parks und Grünanlagen. Über 245.000 Bäume säumen Straßen und Wege.

Hohe Qualitätskriterien für die Gastronomie und Nahrungsmittel

Auf der Gartenschau werden vor allem Produkte angeboten, die nach Möglichkeit fünf Qualitätskriterien erfüllen - sie sind

  • regional
  • saisonal
  • ohne Gentechnik
  • ökologisch angebaut
  • fair gehandelt

Die Produkte sollen so klimaschonend wie möglich erzeugt, verarbeitet und transportiert werden. Damit will die Gartenschau in Hamburg auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ein Zeichen für umwelt- und gesundheitsbewusste Ernährung setzen und die lokale Wirtschaft stärken.

Kulturlandschaften

Green Capital Touren

Wilhelmsburger Inselpark - ein neuer Park zur Naherholung entsteht. Auf dieser geführten zweistündigen Tour erfahren die Teilnehmer, wie unter Berücksichtigung von Aspekten der Nachhaltigkeit ein Gartenschau- und späteres Parkgelände geplant und gebaut wird.
Termine: 14.5., 11.6., 9.7., 13.8. 2011, jeweils 11.00-13.00 Uhr

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Veranstaltungen Green Capital

Vor allem will die Stadt die Hamburgerinnen und Hamburger für die Umwelthauptstadt begeistern und sie zu einem bewussten Handeln motivieren. Vor diesem Hintergrund finden 2011 vielfältige Veranstaltungen statt.

Zug der Ideen

Auch jenseits der Stadtgrenzen will Hamburg den Dialog fördern, etwa durch den „Zug der Ideen“ . Die interaktive Ausstellung bringt die Umwelthauptstadt in 18 europäische Städte.

Zentrale Internetseiten

Weitere Informationen zur Umwelthauptstadt Europas 2011 unter www.umwelthauptstadt.hamburg.de und
http://www.facebook.com/Hauptstadt.Hamburg

Hintergrundpapier Umwelthauptstadt und igs 2013

2011-01_Hintergrundpapier_Umwelthauptstadt.pdf