


Jedes Projekt wird mit maximal 1.500 Euro unterstützt. Bei der Auswahl der Kooperationspartner hatte das Gartenschau-Team mit Frau Hourvash Pourkian - igs 2013-Botschafterin - prominente Unterstützung. Wieder stehen Kinder und Jugendliche im Vordergrund, diesmal in Verbindung mit ihrer Eltern- und Großeltern-Generation. Zum ersten Mal sind auch Wilhelmsburger Unternehmer angesprochen. Vier Institutionen können sich jetzt über einen finanziellen Beitrag für die Verwirklichung ihrer Ideen freuen:
„Brückenschlag für interkulturelle Gemeinschaft und Toleranz auf der Elbinsel“: Unter diesem Motto wird der Mädchen- und Frauenfußball in Wilhelmsburg aktiv gefördert. Die Mitglieder zeigen, dass der Sport im Allgemeinen und Fußball im Besonderen wichtige Brücken zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Religionen bauen kann.
Das Projekt „Kick it like Africans“ richtet sich insbesondere an Mädchen und Frauen mit afrikanischen Hintergrund und zeigt deutlich, dass Sport in einer multikulturellen Gemeinschaft nicht nur die Toleranz fördert, sondern einfach eine Menge Spaß macht.
Der Verein Unternehmer ohne Grenzen (UOG e.V.) versteht sich als Sprachrohr für Migranten/innen im Bereich Existenzgründung und -sicherung sowie Qualifizierung und Bildung. UOG e.V. möchte Migranten/innen bei der Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben unterstützen und Vorurteile abbauen und Brücken bauen zwischen Migranten/innen und öffentlichen Einrichtungen, Behörden und anderen Institutionen.In Kooperation mit der igs 2013 wird eine mehrsprachige Broschüre erarbeitet, die über Inhalte der igs 2013 und deren die Potenziale für Wilhelmsburger Unternehmen informiert. Bei einer gemeinsamen Kennlern- und Informationsveranstaltung können Unternehmen in direkten Kontakt mit UOG und igs 2013 treten, Kontakte knüpfen und Ideen austauschen.
Alt und jung pflanzen gemeinsam, alt und jung kochen gemeinsam. Alt und jung bedeutet: Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Wilhelmsburg sowie Mitglieder des Seniorenkochclubs “Wilhelmine“ – Bewohnerinnen und Bewohner und ehrenamtliche ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – arbeiten zusammen. „Die Ernte wird geteilt und gegessen wird gemeinsam“. Dafür werden Gemüsebeete angelegt, Johannisbeer- und Stachelbeerbüsche gepflanzt und ein Apfelbaum. „Wilhelmine“ hilft beim Kochen türkischer, portugiesischer, deutscher oder polnischer Spezialitäten.
Zusammen mit dem Landesbund der Gartenfreunde Hamburg und dem Vorstand des Kleingartenvereins 723 wird die Schule Rahmwerder einen Schulgarten anlegen. Für die Nachwuchs-Gartenzwerge soll eine normale Gartenparzelle gepachtet werden. Die Kinder gestalten einen eigenen Garten und lernen, sich in einem Verein zu engagieren, etwa, in dem sie Gemeinschaftsarbeiten übernehmen. Schulgärten gibt es ja bereits viele, dies wird der erste Schulkleingarten in Hamburg sein. Die igs 2013 unterstützt dieses Engagement mit den nötigen Geräten, die einen Garten erst zum Erblühen bringt, beispielsweise Har-ken, Spaten, Pflanzen und Samen.
CrearTaT, ein Verein aus Künstlern, Pädagogen und Jugendlichen aus Hamburg-Wilhelmsburg, verknüpft die Disziplinen Tanz, Theater, Musik, Sprachen, Bildende Künste, Photographie, Film, Medien, Design und Architektur miteinander, um Kinder und Jugendliche an die Künste und deren Wirkungsweisen heranzuführen. Die Produkte der academie machen die Globalisierung in ihren vielfältigen Facetten zum Thema und wirken in den interkulturellen und interreligiösen Dialog.
„Welcher Vogel bringt mir meine Sehnsucht zurück?“
„Da wo die Erinnerung stirbt, liegt der Tod.“
„Die Freiheit der Frau, liegt in der Distanz des Mannes.“
Über diese Fragen philosophierten Jugendliche im Gründungsprojekt „Wir, das ist das, womit ich lebe - eine inszenierte Collage durch Zeiten“. Das Ergebnis ist ein TanzTheater, in dem 10 Jugendliche aus verschiedenen Nationen ihre Ansichten und Visionen künstlerisch zum Ausdruck bringen. Eine Aufführung des mehrfach ausgezeichneten Stücks im Stadtteil bietet nicht nur den beteiligten Akteuren eine wirkungsvolle Plattform, sondern regt das Publikum zur Auseinandersetzung mit den Themen Interkulturalität und Internationalität.
„Woher? Wohin?“ heißt das Stück des Stelzentheaters, das an einer Schule aufgeführt wird und das kulturelle Miteinander und das Verständnis zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft durch Reflexion zum Thema Reiseunfreiheit, Migration und Grenzen fördern soll.
www.altavista-stelzentheater.com
Welche Märchenschätze sind noch bekannt? Welche Erzählkulturen sind noch lebendig? Was sagen uns die Märchen heute? Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters, tragen dazu bei, diese Fragen zu beantworten und helfen bei der Erstellung eines interkulturellen Märchenbuchs. www.bi-integrationszentrum.de
Im Interkulturellen Garten, der bereits seit Jahren zeigt, dass grüne Freiräume Orte für interkulturelle Begegnungen sind, sollen ein Kräutergarten und -lehrpfad angelegt sowie ein wetterfester Unterstand errichtet werden. Dies wird nicht nur die interkulturelle Begegnung, sondern auch die Sprach- und Wissenskompetenz sowie die Eigenständigkeit und das Selbstvertrauen der Gärtnerinnen und Gärtner fördern. Der geplante Verkauf von Kräutern und die Verköstigung an Besuchern des Gartens bieten weitere Kontaktmöglichkeiten.
http://www.interkgarten.de/
Auf dem Kinderbauernhof sollen sowohl alte, heimische sowie internationale Obstsorten gepflanzt werden, um einerseits zum Erhalt alter Sorten beizutragen, andererseits der Internationalität des Stadtteils durch ursprünglich nicht heimische Obstsorten Rechnung zu tragen. Die Kinder lernen etwas über das Nahrungsmittel Obst, die Zusammenhänge zwischen Pflanzen- und Tierwelt (Bestäubung, Lebensraum Obstbaum). Der Anknüpfungspunkt zur igs 2013 sind die Hamburg umgebenden Kulturlandschaften. Sie werden, wie das Obstanbaugebiet im Alten Land, nicht nur auf der Gartenschau präsentiert, den Besuchern werden regionale und saisonale Produkte aus ökologischem, gentechnikfreiem Anbau und fairem Handel angeboten.
www.kibaho.com
Für das Projekt FIT-Radfahrschule sollen Fahrräder angeschafft werden. Menschen, insbesondre Migrantinnen, sollen gemeinsam in Bewegung gebracht werden, um die Mobilität zu fördern, das erlebbare Umfeld zu erweitern und um etwas für die Gesundheit zu tun.Seit mehr als 25 Jahren bietet die SBB Kompetenz gGmbH Qualifizierungsangebote für Arbeitssuchende und fördert die sprachlichen, schulischen und beruflichen Voraussetzungen. Unter dem Motto „FIT für Wilhelmsburg! Auf dem Weg zur Fahrradstadt“ entwickelt FIT, Fahrrad-Insel-Touren, spannende Fahrradtouren zur IBA, igs 2013 und historischen Themen der Elbinsel. Seit Januar 2010 bietet FIT Erwachsenen die Möglichkeit zum behutsamen und sicheren Erlernen des Fahrradfahrens.
Pressespiegel:
Die Mobilität vergrößern, hanonline, 25.5.2010
Engagement ist eine - finanzielle Ressourcen sind eine weitere Voraussetzung für die Verwirklichung der Ideen. Hier setzt die Kooperation an. Die internationale Gartenschau möchte einen finanziellen Beitrag für die Verwirklichung der Ideen leisten, die sich häufig mit den Zielen der igs 2013 überschneiden.
Mit der Aktion soll entsprechend dem Kooperationsgedanken „ZusammenWachsen“ das Miteinander der unterschiedlichen Kulturen, Generationen oder sozialen Gruppen auf den Elbinseln gefördert werden.
Die Ideen, die bei der igs 2013 eingereicht werden, sollen einen Bezug zu einem der folgenden Themen der internationalen gartenschau hamburg haben:
Bei der Ideenfindung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob Mitmachaktionen, Naturführungen oder ein interessanter Flyer, in alle Richtungen darf gedacht werden, wenn ein Bezug zu den aufgeführten Themen besteht. Angesprochen sind Einzelpersonen, Vereine, Verbände, Institutionen, die mit ihren Aktivitäten auf den Elbinseln verankert sind.
Für jedes Kooperationsprojekt stehen maximal 1.500 Euro zur Verfügung. Ideen können kontinuierlich eingereicht werden, sie werden jeweils bis zum nächsten Entscheidungstermin gesammelt.
Ein Anmeldebogen kann
hier heruntergeladen oder telefonisch unter Tel: 040/2263198-83 abgefordert werden.
Ausgefüllte Anmeldebögen sollten an folgende Adresse gesendet werden:
igs 2013
Pollhornbogen 18
21107 Hamburg
ZusammenWachsen@igs-hamburg.de
Tel: 040/226 31 98 - 83
Fax: 040/226 31 98 - 99
Bei der Entscheidung über die eingereichten Ideen erhält die igs 2013 prominente Unterstützung:
Die
igs 2013-Botschafterin Hourvash Pourkian wird die igs 2013 bei der Entscheidung über die Kooperationspartner beraten, deren Ideen bis zum 30. Juni 2010 eingegangen sein werden.

Agathe Bogacz
Stadtteilkoordination
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Spatenstich für rund zwanzig Obstbäume: Am 1. April pflanzten rund vierzig Schülerinnen und Schüler auf dem Kinderbauernhof Kirchdorf-Süd in Hamburg-Wilhelmsburg gemeinsam mit der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) und Pro Quartier alte, heimische und internationale Obstsorten.
Dafür stellte die igs 2013 dem Kinderbauernhof 1.500 € zur Verfügung, die Obstbäume wurden über die igs 2013-Initiative „Kulturlandschaften“ von Partnern aus dem Alten Land gespendet. Der Kinderbauernhof Kirchdorf Süd wurde 1987 von den Bewohnern der Großwohnsiedlung gegründet und ist der erste von insgesamt sechs Wilhelmsburger Partnern, die die igs 2013 im vergangenen Jahr für eine Kooperation ausgewählt hat.