
Wasser - kaum ein anderes Element ist in Wilhelmsburg allgegenwärtiger. Das ehemalige Flussschwemmland wurde erst durch Eindeichung besiedelbar, Gräben und Pumpen halten die „Badewanne“ bis heute auch nach starken Regengüssen trocken. Nicht zuletzt durch die großen Sturmflut im Jahre 1962 ist man in Wilhelmsburg besonders sensibel gegenüber Hochwasserschutz und temporären Wetterextremen. Als Klimafaktor wird Wasser auch in Zukunft eine prägende Rolle in der Hafenstadt spielen. Doch eines ist sicher: Trotz weltweiter Bemühungen, die Folgen eines menschgemachten Treibhauseffektes abzumildern, werden internationale Klimakonferenzen und Schutzprogramme alleine dies nicht bewerkstelligen können. Letztlich wird jeder einzelne von uns seinen Lebenswandel und seine Bereitschaft, nachhaltig klimaschützend zu handeln, überprüfen müssen.
Für die dritte Kunstausstellung hat die
igs 2013 daher Künstlerinnen und Künstler in das Industriedenkmal „ehemaliges Wasserwerk Wilhelmsburg“ eingeladen, mit ihren Arbeiten einen differenzierten Blick auf das Thema Wasser in Zeiten des Klimawandels zu zeigen.
Frederika Hoffmann hebt in ihren Fotografien die Distanz zum kalten Nass auf und betrachtet das vielfältige Wilhelmsburg aus der Perspektive der Wasserwege in und um die Elbinsel. Frederika Hoffmann, geb. 1954, lebt und arbeitet in Hamburg.
Kailiang Yang zeigt sich in seinen technisch ausgefeilten Ölgemälden beeindruckt von den Lichtstimmungen, die die feuchten Wetterverhältnisse der Hansestadt zu bieten haben. Kailiang Yang, geb. 1974 in Jinan/Shandong (VR China), lebt und arbeitet in Hamburg.
Aloys Kiefer führt uns mit seinem aufwändigen Fotoprojekt ins Hochgebirge der Alpen und zeigt uns in Hochglanz die Folgen der Erderwärmung. Aloys Kiefer, geb. 1956, lebt und arbeitet in Hamburg.
Insa Winkler thematisiert als Landart-Künstlerin mit ihrer interaktiven Installation „TRINKBAR“ die Pflege des natürlichen Wasserkreislaufs und die Bedeutung des Stoffes H2O als Lebenselixier für Mensch und Natur. Insa Winkler, geb. 1960, lebt und arbeitet in Hamburg und Hude.
Susanne Kutter spielt ironisch meditativ mit unseren Ängsten vor der ungezügelten Wasserkraft und wird mit ihrer Videoinstallation „FLOODED HOME“ zu sehen sein. Susanne Kutter, geb. 1971, lebt und arbeitet in Berlin.
Markus Lohmann visualisiert mit einer Rauminstallation die politischen Aspekte des Elements in einer ungleichen Welt: für die einen bedeutet Wasser Leben und Gesundheit, für die anderen zunehmend Bedrohung und Zerstörung. Markus Lohmann, geb. 1970, lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.
Ausstellung vom 7. bis 27. September 2009
im ehemaligen Wasserwerk Wilhelmsburg
Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 15 – 20 Uhr
Sa – So: 11 – 20 Uhr
Während der
1. Hamburger Klimanacht
am 25.09.09 von 15-24 Uhr

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- Filmstills: Susanne Kutter





