Spielfeste

Die Menschen im Stadtteil sind die Experten ihres Lebens- und Spielumfeldes. Sie sollen unterstützt werden, ihre Anliegen zu transportieren und ihre Spuren im entstehenden Park und damit auf der internationalen gartenschau hamburg 2013 zu hinterlassen.

Den Auftakt für das Beteiligungsprojekt bildeten zwei Spielfeste im Sommer und Herbst 2008. Hier durften Kinder und Jugendliche nicht nur spielen, forschen und entdecken, sie konnten ihre Wünsche und Erwartungen an eine Gartenschau auch auf einem Luftbild und einer Spielwand darstellen. Die Wünsche dienen den Planern als eine Grundlage für die Gestaltung eines kindgerechten Parks.

Spielfest 2008

Kibbel-Kabbel, Hufeisen-Werfen, Fähnchenklau:

Am Sonnabend, den 23. August 2008 und am 06. September 2008 lud die internationale gartenschau (igs 2013) Kinder und ihre Familien zu großen Spielfesten ein. Die Veranstaltungsorte wurden in Spielräume für alle Nationen und Altersgruppen verwandelt. Zwischen Tigerspiel und LabuLabu bat die igs 2013 die kleinen Festbesucher, ihre Vorstellungen von der Gartenschau auf einem Luftbild und einer Spielwand zu notieren. Die Erwartungen und Sorgen der jungen Spielexperten werden von den igs Fachleuten ernst genommen und folgende Fragen wurden gestellt:

  • Wo gehst du im Park gerne hin?
  • Von welchen Orten hältst du dich lieber fern?
  • Was erwartest Du von einem Park und einer Gartenschau?

Die Ergebnisse dienen den Planern als eine weitere Grundlage für die Entwicklung eines familienfreundlichen und kindgerechten Parks.


Was erwartest Du von einem Park und einer Gartenschau?

  • An Wiese, Apfel, Blätter und Fahrrad denken die kleinsten Spielfestbesucher, wenn sie von einer Gartenschau hören. "Im Garten spiele ich" auch die Gartenschau sollte zum bespielbaren intenationalen Garten werden.
  • Tim klettert gerne und stellt sich vor, dass es auf der igs vielleicht einen Gorillafelsen mit Seilen und Schlaufen zum Hangeln gibt.
  • Für Großmutter Inge, 75 Jahre alt, sind Blumen das Wichtigste auf einer Gartenschau. Außerdem stellt sie sich dort reichlich Bänke und schöne alte Bäume vor. Allerdings soll die Wilhelmsburger Gartenschau würstchenbudenfrei sein.
  • Eine Gartenschau ist interessant, wenn's blitzt und knallt. Krasse Planung mit Spezialeffekten und vielen Events. Ja, er hat mal einen interessanten Brunnen mit Flashlights gesehen - klar, gibt es das 2013 in Wilhelmsburg
  • Einige Erstklässler kennen den Park gut, weil sie hier mit Ihren Eltern gefahrlos Fahrrad fahren können - und das wollen sie auch!
  • Pierre hat kein Interesse an einer Gartenschau. "Ich glaube, das hat nichts mit Fußball zu tun", sagt er. Aber Fußball ist nun mal seine Leidenschaft. Einen Garten anschauen, nein, das ist nicht seine Welt! Wenn Pierre wüßte....
  • Auf der Gartenschau in Wilhemsburg wird es viel Natur geben, malerische Landschaft und bunte Blumen. So stellt sich die Mutter ihr aufblühendes Wohnumfeld vor.
  • Wütend und traurig sind manche Kleingartenbesitzer, deren Schwarzbauten entfernt werden mussten oder diegar ganz umgesiedelt werden. Dieser Vater wollte anonym bleiben.
  • Barbara hat sich als Mutter und Vertreterin einer Einrichtung im Stadtteil schon viele Gedanken zur Internationalen Gartenschau gemacht und Konzeptionen entwickelt. Zusammen mit ihrer Freundin hält sie z.B. einen überdachten Spielplatz auf der igs für unbedingt notwendig.
  • Dina hat eine Brücke aus Ytong gebaut. Sie findet die Farbe blau schön und mag runde Formen. ob es wohl eine neue, runde, blaue Brücke über die Wilhelmsburger Reichsstraße geben wird?

Spielfest 2008

alle Fotos: Winkler Landschaftsarchitekten