Welt der Religionen
Visualisierung igs 2013/RMP, Stand August 2010

Fünf Religionen, fünf Gärten, ein gemeinsamer Brunnen: Das ist die Welt der Religionen, die direkt am Westeingang, im nordwestlichen Teil des Parkgeländes, entsteht. Seit 2008 planen und gestalten hier Vertreter der fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum – einen gemeinsamen Garten, bestehend aus fünf Einzelgärten, die die jeweilige Geschichte, Ideen und Vorstellungen ihrer Religion repräsentieren werden.

Die Welt der Religionen ist ein Symbol der Hoffnung, ein Ort des Austausches und der Toleranz – und ein Beispiel dafür, was Landschaftsarchitektur für das soziale, friedliche Miteinander der Menschen leisten kann.

Der gemeinsame Brunnen der Religionen
Im Zentrum der fünf Gärten steht ein mächtiger Brunnen aus Naturstein und Edelstahl: Er symbolisiert die Bedeutung des Wassers für alle Religionen als Quell des Lebens. Am 9. Mai 2011 wurde der gemeinsame Brunnen der Religionen von Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, Heiner Baumgarten, Geschäftsführer der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013), den Vertretern der fünf großen Glaubensgemeinschaften und Gästen aus den Religionsgemeinschaften und dem Stadtteil eingeweiht.

 

Gemeinsamer Brunnen der Religionen. Architektin: Gudrun Lang, Freie Landschaftsarchitektin, Hamburg. Foto: Andreas Bock.

Die Kapelle
Umringt von knorrigen Bäumen und verwitterten Grabsteinen steht die Kapelle - nur wenige Meter vom Brunnen entfernt: ein über hundertjähriges Kleinod neugotischer Architektur mit Rippengewölbe, Spitzbögen und Fensterrosen. Bis in die 1960er Jahre hinein wurde sie von der Wilhelmsburger Gemeinde genutzt, danach stand sie leer und verfiel. Als schutzwürdiges Kulturdenkmal hat die igs 2013 die Kapelle 2007 saniert und zu einem neuen Veranstaltungsort hergerichtet. Seitdem finden hier Ausstellungen, Konzerte und private Feiern statt.

Während der Gartenschau werden um die Kapelle herum über hundert Friedhofsgärtner und Steinmetze ihre Kunst präsentieren.

... und weiter geht die Reise durch die Gärten der Welt der Religionen

34. Lebenspfad

Quelle: Fotolia

Garten der Christenheit

Auf dem Lebenspfad eines Menschen erfährt der Besucher die Bedeutung der christlichen Sakramente. An sechs Stationen entlang des geschwungenen Pfades erlebt der Besucher das Wunder der Geburt, das Ereignis der Taufe, der Kommunion oder der Firmung, das Glück der Ehe sowie die unweigerliche Konfrontation mit dem Tod, um am Ende des Weges in der Auferstehung das ewige Leben zu finden.

35. Gesang auf das Paradies

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Garten des Islam

Die Fontänen der Alhambra, feingliedrige Darstellung von orientalischer Ornamentik, Rosenduft in der Luft und der allgegenwärtige Allah führen den Besucher auf die Spuren des Islams. Im Schatten der Bäumen können sie sich niederlassen und über Lebens- und Glaubensziele nachdenken.

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36. Garten des ewigen Lebens

Im grünen Hindu-Tempel

Auf bunten Kissen und Decken sitzend erlebt der Besucher die farbenfrohe Gemeinschaft der Hindu, singend und betend, während über den Köpfen ein geweihter Bel-Baum seine mit allerlei Bändern und Fahnen geschmückten Äste in der sommerliche Brise wiegt. 

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37. Garten der Stille

Im Reinen Land der Buddhas

Auf dem Meditationspfad an Manimauern mit guten Wünschen für alle Wesen entlang schreitend, findet der Besucher Abstand von seinen Alltagsgedanken und innere Harmonie. Die ruhende Buddha-Statue unter dem Baum der Befreiung ist umgeben von vielfältigen Symbolen der buddhistischen Traditionen verschiedener Kulturkreise, die für Frieden sowie die Qualitäten des entwickelten Geistes stehen.

 

38. Schöpfung der Welt

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Jüdischer Garten

Der Besucher wird durch die Jahrhunderte zurück in die Wüste Sinai geschickt. Hier wandert er auf den Spuren des Volkes Israels, das nach jahrelanger Knechtschaft durch die Wüste in das gelobte Land Kanaan zieht. Mit jedem Schritt der Wanderung erfährt der Besucher Erleichterung und Vorfreude auf das Land, in dem Milch und Honig fließen.

Geländedokumentation 2008

Wollen Sie wissen, wie das Gelände ursprünglich ausgesehen hat? Dann schauen Sie sich untenstehenden Clip von 2008 an.

Ansprechpartnerin

Jessica Tag
Projektkoordination Freiraumplanung und Landschaftsbau
Tel.: 040 / 226 31 98 – 714

Entwurfsplan

Geländeansichten 2011

Projekt "Welt der Religionen"

Religiöse Festtage

Aus dem Wasser des Lebens schöpfen

Gemeinsame Homepage

der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, des Erzbistums Hamburg und der beteiligten evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Wilhelmsburg

www.kirche-gartenschau2013.de