Der Park

Welt der Religionen

Die igs 2013 präsentiert Hamburg als multikulturelle Stadt. Die "Welt der Religionen" schafft für die Besucherinnen und Besucher Begegnungen mit allen großen Religionsgemeinschaften.

Buddhisten, Muslime, Christen, Juden und Hindus präsentieren sich mit Kunst, Kultur und Gärten – jede Religionsgemeinschaft auf ihre Weise und trotzdem miteinander.

Kulturelle Ausdrucksweisen und Lebensformen

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ nimmt die igs hamburg 2013 ihre Gäste auf eine internationale Reise mit. Die Gärten stellen nicht nur verschiedene Möglichkeiten der Gartengestaltung dar, sie zeigen auch verschiedene kulturelle Ausdrucksformen und Lebensweisen. Das Leitthema wird Interkulturalität sein. Wilhelmsburg mit seinen Menschen aus fast 40 verschiedenen Nationen ist ein hervorragender Ort, um das Miteinander und die Begegnung in öffentlichen Räumen zu zeigen.

Das Wasser als Quelle im Zentrum verbindet alle Religionen über die kulturellen Unterschiede hinweg. Es steht symbolhaft für das Leben und Überleben sowie für die Fruchtbarkeit im spirituellen und materiellem Sinne. Es begleitet u.a. Initiations- und Übergangsriten und wird für Reinigungsrituale verwendet.

Wie Blütenblätter schmiegen sich der buddhistische, christliche, hinduistische, islamische und jüdische Garten um den zentralen Brunnen und bieten Raum für Meditation, Gottesdienste und verschiedene Veranstaltungen, Quelle: igs 2013/ Architektur & Darstellung: Gärtner & Christ, Januar 2010

weiter geht die Reise

34. Am Wasser des Lebens wandern

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Christentum

Entlang des Lebensweges eines Menschen erfährt der Besucher die Bedeutung der christlichen Sakramente. Auf sechs Stationen entlang des geschwungenen Pfades erlebt der Besucher das Wunder der Geburt, das Ereignis der Taufe, der Kommunion oder der Firmung, das Glück der Ehe sowie die unweigerliche Konfrontation mit dem Tod, um am Ende des Weges in der Auferstehung das ewige Leben zu finden.

35. Wasser als Metapher

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Islam

Die Fontänen der Alhambra, feingliedrige Darstellung von orientalischer Ornamentik, Rosenduft in der Luft und der allgegenwärtige Allah führen den Besucher auf die Spuren des Islams.

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36. Geweihter Bel-Baum mit Puja-Platz

Hinduismus

Auf bunten Kissen und Decken sitzend erlebt der Besucher die farbenfrohe Gemeinschaft der Hindu, singend und betend, während über den Köpfen ein geweihter Bel-Baum seine mit allerlei Bändern und Fahnen geschmückten Äste in der sommerliche Brise wiegt.

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37. Räume der Stille

Buddhismus

An Manimauern entlangschreitend, kann der Besucher sich unter dem Himmelszelt aus Gebetsfahnen nachdenklichen Gedanken widmen. Der Duft der Räucherstäbchen inspiriert zu spirituellen Ideen über die vier edlen Wahrheiten, während der dickbäuchige Buddha von oben über alle Lebewesen wacht.

38. Wanderung durch die Wüste

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Judentum

Der Besucher wird durch die Jahrhunderte zurück in die Wüste Sinai geschickt. Hier wandert er auf den Spuren des Volkes Israels, die nach jahrelanger Knechtschaft durch die Wüste in das gelobte Land Kanaan ziehen. Mit jedem Schritt der Wanderung erfährt der Besucher Erleichterung und Vorfreude auf das Land, in dem Milch und Honig fließen.

In der Mitte entspringt ein Fluss

Aus einem gemeinsamen Brunnen zweigen fünf Bachläufe ab, an deren Ufern die fünf großen Weltreligionen ihren Glauben und ihre Philosophie präsentieren. Mit Räumen der Stille, Milch und Honig, heiligen Sakramenten, Bäumen und Blumen. Wasser ist das verbindende Element. Hierin spiegelt sich der Himmel, und das Wasser verbindet den Himmel mit der Erde.

Der gemeinsame Brunnen in der Welt der Religionen versinnbildlicht die Reinheit des Glaubens, seine läuternde Kraft und die unerschöpfliche, göttliche Liebe zu den Menschen.

Eine Expedition durch 3.500 Jahre

Jede Religion ist frei in der Gestaltung ihrer Gärten:

Die Juden erinnern an die Wanderung durch die Wüste und den Einzug in das gelobte Land Kanaan.

Die Muslime spielen mit dem Wasser als rituellem Bestandteil ihrer Gebete und Ornament ihrer Bau- und Gartenkunst.

Die Christen führen die Besucher von der Geburt über die Taufe, Konfirmation und Kommunion, über die Trauung und den Tod zur Auferstehung.

Die Hindus lassen heilige Belbäume und Tulispflanzen blühen.

Die Buddhisten geleiten ihre Besucher in Räume der Stille für gemeinsame Meditation, Geistesschulung und heilsame Handlungen.

Wilhelmsburger Kapelle an der Mengestraße

Die Kapelle im neugotischen Stil steht auf dem ehemaligen Friedhof an der Mengestraße

Die Hamburger Kulturbehörde hat die Kapelle als schutzwürdiges Kulturdenkmal eingestuft. Sie stand lange Zeit leer, bevor die igs hamburg 2013 gmbh die Kapelle im Jahre 2007 sanierte.

Mehr zur Kapelle

Kapelle als Veranstaltungsort

ehemaliges Friedhofsgelände als "Ort des Friedens"

Der ehemalige Friedhof eignet sich als "Ort des Friedens",  an dem sich alle Menschen friedlich begegnen und wo sich Leben und Tod als Einheit manifestieren.

Das 3.000 Quadratmeter große Gelände neben dem geplanten Westeingang zur Gartenschau wurde bis Anfang der 60er Jahre als Friedhof, anschließend als Park genutzt. Noch heute zeugen die verwitterten Grabsteine und die 1902 errichtete und 2007 von der igs 2013 sanierte Wilhelmsburger Kapelle von seiner ursprünglichen Bestimmung als Ort des Friedens und der stillen Zwiesprache der Lebenden mit den Toten.

Der Ort dient gleichzeitig als Impulsgeber für die Verwurzelung und Integration der Wilhelmsburger Neubürger. Geplant ist, diesen Ort über die Zeitdauer der Gartenschau zu erhalten und zu nutzen.

Bestattungskultur

Zugleich stellt die Bestattungskultur ein traditionelles Gartenschauelement dar: Seit Ende des 18. Jahrhunderts schmücken Blumen und Gehölze das Grab, seit Ende des 19. Jahrhunderts werden große Parkfriedhöfe außerhalb der Stadt angelegt.

Damit ist die „Welt der Religionen“ auch eingebettet in die Geschichte der abendländischen Bestattungskultur, die – bebildert von den Ausstellungsinseln Friedhofsgärtner und Steinmetze, die darin ihr modernes Garten- und Kunsthandwerk vorstellen - in der Gegenwart geerdet wird.

Geländedokumentation 2008

Wollen Sie wissen, wie das Gelände ursprünglich ausgesehen hat? Dann schauen Sie sich untenstehenden Clip von 2008 an. Seit Januar 2009 haben die vorbereitenden Bautätigkeiten im Gelände begonnen. Überzeugen Sie sich selbst mit einem Geländerundgang oder verfolgen Sie die Entwicklungen mit den vielen Fotos auf unseren Internetseiten.


Entwurfsplan

Projekt "Welt der Religionen"

Religiöse Festtage

Aus dem Wasser des Lebens Schöpfen

Interreligiöser Garten - Raum- und Nutzungskonzept, Februar 2009

Entwurf: Gudrun Lang, Freie Landschaftsarchitektin