Wasserwelten
Visualisierung igs 2013/RMP, Stand August 2010

Die Wasserwelten entlang der Rathauswettern führen von Nord nach Süd durch Dürre und Wasserüberfluss, Steppe, Prärie und Urwald. Ihre Gärten verdeutlichen, wie lebensnotwendig Wasser für Pflanzen, Menschen und Tiere ist. Je nachdem, wo man sich auf dem Globus befindet, gibt es zu wenig Wasser, gerade genug, genug oder zuviel.

Eingebettet in verkrustete Erdschollen und eine Graslandschaft, die sich im Norden trocken, kurz und karg zeigt, im Süden aber satt und üppig, liegen die Gärten wie Bilder auf einem Tablett. Zugleich thematisieren sie die faszinierenden Eigenschaften und Funktionen des Wassers: sein Auftritt als Wasserfontäne, als Energiequelle oder als Regenbogen nach Gewitter und Sturm.

Die Wiesen in den Wasserwelten bieten zudem Platz für Begegnung, Erholung und Bewegung. Und ein Wasserspielplatz macht das Element für Kinder spür- und erlebbar.

Visualisierung: Wasserwelten und Wasserwerk, Design: hauschild + siegel architecture aps

Reisen Sie hier durch die Gärten der Wasserwelten:

16. Geysir

Quelle: Fotolia

Kraft der Erde

Die Quelle des Lebens ist das Wasser. Dabei tritt es auf unterschiedlichste Art und Weise aus der Erde: von der kleinen, leise sprudelnden Quelle mit frischem, klarem Quellwasser bis zum gewaltigen Ausbruch eines Geysirs. Herausgeschleudert wird eine Mischung aus kochendheißem Wasserdampf, kühlerem beziehungsweise kondensiertem Wasser und gelösten Mineralien sowie Gesteinspartikeln.

Besonders faszinierend an der Wasserfontaine eines Geysirs ist die entfesselte Naturgewalt, mit der das Wasser in den Himmel schießt.

 

17. Dunst und Nebel

Quelle: Fotolia

Im Märchenwald

„Dunst und Nebel verzaubern und lassen den Wald mystisch erscheinen. Dichter Nebel nimmt uns die Sicht. Der Raum wird kleiner und wir können nur noch schemenhaft unsere Umgebung erkennen. Fast scheint es, als ob Elfen in der Luft tanzen und auf Moosen und Flechten uns unbekannte Wesen hocken und uns beobachten.“

Der Regenwald ist ein weitgehend naturbelassenes Ökosystem, das aufgrund seiner hohen Niederschläge ein besonders feuchtes Klima aufzeigt. Eine besondere Form des Regenwaldes, als eines der meistgefährdeten Landökosysteme der Erde, ist der Nebelwald in höheren Gebirgslagen. Wie der Name sagt, ist die Region fast immer von Wolken und Nebel eingehüllt. Das Wasser ist überall: im Boden, an Blättern und Stämmen und eben auch in der Luft. Der Überfluss an Wasser produziert Üppigkeit an Fauna und Flora, so dass der Nebelwald oft Urwaldcharakter mit einer hohen Artenvielfalt besitzt. Epiphyten, Moose, Orchideen und Bromelien machen das Unterholz grün, bunt und undurchdringbar.

18. Windflüchter

Quelle: Fotolia

Ein Spielplatz zum Matschen, Bauen und Träumen

Wo macht Spielen am meisten Spaß? Am Wasser. Herrlich, was man aus nassem Sand alles bauen kann und besser noch, wenn man Wasser fließen lassen und stauen kann. Man kann Strandgut sammeln und aus Holz, Muscheln, Steinen, Resten von Fischernetzen und alten Tauen tolle Strandskulpturen bauen.

Die Fundstücke erzählen Geschichten von langen Reisen und fremden Ländern und schon bald spinnen auch die Kinder Seemannsgarn: Auf dem Floß fühlen sie sich wie Robinson Crusoe und im Schilf am Ufer können sie sich verstecken.

19. Vom Canyon zum Flussdelta

Photo: Claudia Mohr

Wasser höhlt den Stein 

Ein Canyon entsteht durch den Einfluss von Wasser. Dabei hat sich das Wasser tief in die Gesteinsschicht eingegraben und die horizontal lagernden Gesteinsschichten freigelegt.

Typisch für den langen Erosionsprozess sind die oftmals bizarren und sdchroffen Formen der Schluchtwände und das Farbspiel der Gesteinsschichten: Liegen härtere und weichere Gesteinsschichten im Wechsel übereinander, werden sie unterschiedlich stark ausgewaschen und geschliffen.

20. Am Tümpel

Quelle: Fotolia

Vegetationsgesellschaft Sumpf

„Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher?“ Kaum einer von uns, der nicht schon als Kind dieses Buch in den Händen hatte! Denken wir daran, werden Kindheitserinnerungen in uns wach, wie wir als kleine Entdecker durch die Natur gestromert sind. Der Sumpf rief nach Gummistiefeln und Kescher, um erkundet zu werden.

Wenn es stark geregnet hat und das Wasser nicht gleich verdunstet ist, haben sich schnell Wasserlebewesen angesiedelt. Einer dieser beeindruckenden Tümpelbewohner ist der Wasserläufer, der mühelos über das Wasser zu schweben scheint. Zur bunten Blütenpracht wie Kuckuckslichtnelke und Seerose gesellen sich die entsprechenden Tiere, wie die schillernde Libelle, die über das Wasser schwirrt.

21. Binsenweisheiten

Quelle: Fotolia

Wasserreinigung durch Gräser

Körbe, Schuhe, Taschen, Matten - früher wurden sogar Lampendochte aus Binsen hergestellt. Dabei können nach neuesten Forschungsergebnissen Binsen, Röhricht & Co noch viel mehr: Wasser reinigen. Eine Binsenweisheit – oder eher doch nicht?

Der Sumpf und seine Pflanzenbestände wie Flechtbinse, Schilf und Röhricht eignen sich hervorragend, um Abwasser zu klären. Aber wie viele Quadratmeter werden dazu benötigt? Und wie funktioniert das eigentlich? Welche Schadstoffe können aus dem fließenden Wasser herausgefiltert und abgebaut werden? Die Erkenntnis daraus ist, dass unscheinbare Pflanzenbestände ohne Chemie und komplizierte Anlagen eine große Wirkung erzielen können.

22. Cinema Aquatica

Foto: Claudia Mohr

Großes Kino!

Schaut man im Lexikon nach, findet man unter dem Begriff „Wasserkunst“ die Erklärung für ein technisches Bauwerk, das der Wasserversorgung von Städten oder der Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen diente.

Die Einheit aus Pumpwerk und Wasserbehälter bestand früher aus Holz, später aus Stein. Im Zeitalter der Renaissance und des Barocks machte man sich dieses Wissen zunutze, indem man daraus in den prächtigen Schlossgärten künstlerisch ausgestaltete Wasserbecken mit Springbrunnen, Wasserfontänen und Wasserkaskaden baute.

Wasserspeienden Elementen wie Tiere, Putten oder auch phantasievollen Fabelwesen fiel dann das Wasser vom Maul ins Wasserbecken. Bis heute sind die Installationen von Wasserspielen beliebt, egal ob als sprudelndes Element in einer Fußgängerzone oder als kleiner Zimmerbrunnen im heimischen Wohnzimmer.

23. Wasserfarben und Regenbogen

Quelle: Fotolia

Wasser in der Kunst

„Wir haben Sommer und es ist ein warmer, vielleicht sogar heißer Tag. Im Laufe des Nachmittags wird es immer schwüler und der eben noch blaue Himmel wird schwarz. Drohende Wolkenberge brauen sich zusammen und dröhnendes Grollen lässt uns erahnen, was sich dort gleich entfesseln wird. Blitze durchzucken die Luft und das knallende Donnern versetzt uns in Angst und Schrecken. Wer jetzt noch keinen Schutz gefunden hat, wird in wenigen Sekunden nass bis auf die Haut. ...Langsam kehrt wieder Ruhe ein, das Unwetter verzieht sich wie ein Feuer spuckendes Ungeheuer. Langsam wird es wieder heller, der Himmel lichtet sich, die ersten Sonnenstrahlen tauchen durch und dann erscheint er am Himmel: Der Regenbogen. Und plötzlich sind wir verzaubert vom Sonnenlicht, das sich in den kugelförmigen Wassertropfen spiegelt und bricht und haben das Gefühl, von einem farbenprächtigen, kreisbogenförmigen Lichtband umwoben zu sein.“

Eigentlich ist der Regenbogen mit seinem Farbspektrum nur ein rein physikalisches Ereignis, das sich wissenschaftlich erklären lässt. Und dennoch gibt es kaum etwas Vergleichbares, das uns so in seinen Bann zieht. Erzeugt wird dieses Phänomen vermutlich durch das Zusammenspiel von Licht und Farben. In der darstellenden Kunst wird bei der Verwendung von Aquarellfarben Ähnliches erzielt: einerseits die unglaubliche Leuchtkraft und andererseits die Transparenz des Lichtes.

24. 20 000 Meilen unter dem Meer

Quelle: Fotolia

Auftauchen - Abtauchen

Wasser als Lebenselement zwischen Mythos und Molekül: Mal erleben wir Wasser als helles Plätschern und dann wieder als schwarze Tiefe oder tosende See.

Wen haben die Geheimnisse der Meerestiefen nicht schon in ihren Bann gezogen? Egal, ob wir die spannende Geschichte von Professor Aronnax, seinem Diener Conseil und dem kanadischen Harpunier Ned Land lesen oder eine Dokumentation über die Lebewesen in den weitgehend unerforschten Meerestiefen im Fernsehen sehen.

Jules Verne beschreibt in seinem Roman den Sieg der Technik über die Natur, macht aber auch durch die Beschreibung der Schönheit auf unsere Verantwortung gegenüber dieser aufmerksam. Die Meerjungfrau in Kopenhagen oder Molly Melone in Dublin, es gibt viele Geschichten und Mythen, die direkt mit dem Wasser zusammenspielen.

Aber nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Musik hat das Wasser immer wieder große Kompositionen hervorgebracht. Schließen wir die Augen und hören die "Moldau" von Smetana. Wenn wir mit nackten Füßen an einem kleinen murmelnden Bach sitzen und die wunderschöne "Wassermusik" von Händel, hören, weckt diese in uns das Bild großer Brunnenanlagen barocker Schlossgärten, in denen Frauen in raschelnden Seidenroben wandeln.

25. Powerwater

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Wasser und Energiegewinnung

Wasser und Power – dort, wo Wasser fließt, ist auch Kraft im Spiel. So wird in einem Wasserkraftwerk die mechanische Energie des Wassers in Strom umgewandelt und damit für den Menschen nutzbar gemacht.

Welche Kraft und Gewalt hinter Wasser stecken, können wir mit Spannung beobachten, wenn sich bei einer Sturmflut die heranrollenden Wellenberge mit tosender Kraft am Strand brechen oder wenn ein Wasserfall senkrecht ins Tal rauscht.

Die aufschäumende Gischt wandelt sich im Sonnenlicht in farbenprächtige Prismen und taucht die ungebändigte Kraft in ein verspieltes Bild. So liegen Urgewalt und Faszination der Schönheit dicht beieinander: die Beschaulichkeit eines Stauwassers und gleichzeitig herabstürzendes Wasser als entfesselte Urgewalt in Chaos und Unordnung.

26. Wasser und Energie

Quelle: Fotolia

Quelle des Glücks

 

Wasser hat eine große Wirkung auf uns Menschen. Der Angler geht angeln, um in Ruhe am Wasser zu sitzen. Wir sitzen am Strand und beobachten das flutende oder ebbende Meer. Oder der Blick auf sich brechende Wellen am Strand: Obwohl es sich endlos wiederholt, wird dieser Blick nie langweilig. Und wie wirkt sich der Klang des Wassers auf uns aus? Je nach der eigenen Grundstimmung ruft das leise Murmeln der Quelle oder das Tosen des Wasserfalls unterschiedliche Gefühle und Reaktionen in uns hervor.

All dieses unterschiedliche Hören oder Sehen von Wasser erzielt aber eine Wirkung: Wir werden ruhiger und entspannen. Wir schöpfen daraus Kraft und tanken Lebensenergie. Wasser ist ein Energiespender für unseren Körper.

27. Bathroom

Quelle: Fotolia

Alles sauber!

„Es ist früher Morgen, die Zeiger der Uhr stehen auf 6:00 Uhr und der Wecker beginnt gnadenlos zu piepen. Wir quälen uns aus dem Bett, schlurfen ins Bad unter die Dusche und öffnen den Hahn: Warmes Wasser rinnt an unserem Körper herabund weckt die Lebensgeister.“

Mit allen Wassern gewaschen, auch das ist eine Form der Wassernutzung. Dass Duschen besser ist als immer in die Badewanne zu steigen, wissen wir und die Spartaste an der Toilettenspülung ist in unseren Breiten inzwischen Standard. Machen wir uns das Wissen darum aber immer klar? Was bedeutet es eigentlich, zehn Liter einzusparen, und wie sieht das aus? Uns fehlt die Vorstellung darüber, weil Wasser immer gleich wegläuft, es rinnt uns quasi zwischen den Händen hindurch. So erleichtert uns das Einsparen von Wasser das Gewissen.

Welche Bedeutung hat Wasser noch, nicht nur beim persönlichen Verbrauch, sondern im alltäglichen Leben oder im Urlaub? Wasser ist beispielsweise als Badegewässer oder Schwimmbadwasser ein wichtiger Faktor für den Tourismus. Denken wir bei Urlaub nicht auch gleich immer an Strand, Sommer, Sonne und klares, blaues Wasser? Oder an ein duftendes Bad inmitten von Rosenblättern? So kann die Erkenntnis beim Besuch dieses Gartens für uns sein, dass wir Wasser in unserem Leben benutzen, ohne über die Menge nachzudenken, und dass Wasser für uns immer auch mit Komfort, Genuss und Lebensfreude verbunden ist.

 

28. Hydrant - Werkstatt

Quelle: Fotolia

Wasser in der Produktion

Bei dem Wort Wasser denken wir sicherlich spontan an einen Wasserhahn, den wir öffnen und das Wasser fließt hoffentlich klar, rein und sauber heraus. Aber haben wir uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie viele Arten von Wasser es gibt? So finden wir in der Landschaft Süßwasser, Meerwasser, Salzwasser oder Brackwasser. Mit jeder dieser Wasserarten assoziieren wir unterschiedliche Bilder. Was fällt uns ein zu Regenwasser, Oberflächenwasser, Grundwasser oder Rohwasser? Und welche Bilder entstehen bei Trinkwasser, Nutzwasser, Kühlwasser oder Abwasser? Somit ist Wasser nicht nur ein Verbrauchsgut, sondern auch als Handelsware zu betrachten. Wir schließen für die Nutzung und den Verbrauch von Wasser Verträge ab und bezahlen oft auch noch teures Geld dafür.

Kaufen wir ein trockenes Produkt, wie ein T-Shirt, machen wir uns kaum Gedanken darüber, dass für die Herstellung 4.100 Liter Wasser und für ein Paar Schuhe 8.000 Liter gebraucht werden. Dies ist vielen Menschen nicht bekannt. Man stelle sich das einmal vor: Bei 10 T-Shirts sind das schon 41.000 Liter. Ist das der Inhalt eines Schwimmbeckens? Kaum zu fassen, dass ein Neuwagen 450.000 Liter braucht, was verschluckt dann erst ein Brummi?

Wasser nützt nicht nur im Verbrauch, sondern spielt auch als Gewässer zum Transport von Waren eine wichtige Rolle. Auch hier fehlt uns die Vorstellungskraft, wie viel Wasser der Fluss führen muss, um uns per Schiff Waren zu liefern.

29. Haute Cuisine - Küche

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Bedeutung des Wassers für den Menschen

Der menschliche Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Ein Mangel an Wasser führt beim Menschen zu gravierenden gesundheitlichen Problemen, da in diesem Fall die Funktionen des Körpers, die auf das Wasser angewiesen sind, eingeschränkt werden. Wir brauchen das Wasser also zum Leben, da es Lebensmittel und Element zur Lebensmittelproduktion gleichermaßen ist.

Bei Wasser in der Lebensmittelproduktion kann man unterscheiden zwischen Gewässern, in denen Fische zum Verzehr leben, Wasser zur Bewässerung von Obst, Getreide und Gemüse in unserer Region. Auch eine ganz andere Form von Wasser, das sogenannte Grüne Wasser, dient uns als Lebensmittel. Hierbei handelt es sich um importierte Agrarprodukte anderer Länder oder gar Kontinente, für die beim Anbau Bewässerungswasser verwendet worden ist.

Wieviel Wasser braucht eigentlich Getreide, bis das Korn für ein Brot reicht? Und wieviel Wasser brauchen die Kaffeebohnen, damit es für eine Tasse Kaffee reicht? Solche Fragen stellen wir uns im Alltag kaum. Stehen wir in der Küche, um ein Ei zum Backen aufzuschlagen, können wir kaum fassen, dass für die Produktion 135 Liter Wasser nötig waren, für ein Glas Milch sogar 200 Liter. Aber wie tröstlich: Für zwei Kartoffeln sind nur 50 Liter Wasser nötig, für den Anbau von Bananen aber 1.000 Liter pro Quadratmeter Boden.

Auch wenn das Wasser eine so bedeutende Rolle in der Lebensmittelproduktion spielt, ist das Wasser, das uns die Kehle herunterrinnt, wie ein Erlebnis. Wasser als reine, klare Flüssigkeit, allein der Gedanke an einem heißen Sommertag an das kühle, perlende Nass regt unsere Fantasie an. So verbindet uns das Wasser als Lebensmittel mit dem Ort Küche. Im Zuge von Wellness und gesunder Ernährung ist Wasser heute fast ein Accessoire des modernen Lifestyle: So gilt es als absolut hip, Wasser aus besonders reinen skandinavischen Gletscherregionen oder aus alpinen Gesteinsfilterungen von weit her zu importieren und in exklusiv gestalteten Flaschen, die die Hochwertigkeit unterstreichen sollen, als Luxusprodukt zu servieren.

30. Wüstenstern

Quelle: Fotolia
Quelle: Fotolia

Savannenträume

Die Savanne wird einerseits als tropischer Vegetationstyp definiert, der aus einer geschlossenen Kraut- und einer eher offenen Gehölzschicht besteht, und andererseits als eine Klimazone zwischen Regenwald und Wüste.

Die Vegetation wird vom jahreszeitlichen Wassermangel beherrscht. Das Landschaftsbild wechselt von trocken-karg bis zu saftig-frisch-grün. Vorherrschende Baumarten sind die Gattung Acacia und der trocken-kahle Baobab. Wasser, aber auch Feuer prägen das Erscheinungsbild der Savanne: Das Feuer führt zum Absterben junger Bäume und begünstigt Gräser. Durch die Brände werden tote Pflanzenteile entfernt und somit Nährstoffe dem Kreislauf zurückgegeben.

In seiner Abhängigkeit vom Wasser, vom Feuer und von den Menschen ist das ökologische Gleichgewicht der Savanne fein austariert: Brände schaffen Raum für weite Graslandschaften, Wasser ermöglicht das Wachstum von Gras und Laub. Große Pflanzenfresser wie beispielsweise Elefanten begrenzen das Wachstum der Bäume, indem sie Äste abbrechen oder Baumstämme umtreten. Durch das Absterben der Baumschicht wird der Waldbestand ausgelichtet, was wiederum die Wachstumsbedingungen für Gräser erhöht und damit Weideland für Büffel, Zebras und Gazellen schafft. Wird dieses Ökosystem durch den Menschen gestört, beispielsweise durch Überweidung, erodiert die fruchtbare Bodenschicht, Wüstenbildung ist die Folge.

„ … Ich bin verzaubert, wenn ich an Afrika denke. Ich spüre den trockenen Staub der Savanne in der Nase, vor meinem geistigen Auge ziehen Herden von Zebras, Gazellen und Elefanten vorbei. Giraffen zupfen in der luftigen Höhe der Baumwipfel das Laub von den Zweigen und im Schatten der Bäume liegt die Löwenfamilie und döst in der flirrenden Mittagshitze. Ich höre das Zirpen der Grillen, das Trompeten von Elefanten an einer Wasserstelle schallt herüber und der Klang afrikanischer Trommeln vibriert in meiner Brust… “

Quelle: igs 2013

31. Wüstenwellen

Sandberge bewegen - ein Spielplatz

Kinder lieben es, im Sand zu spielen: Warmer Sand lädt dazu ein, darin zu liegen, sich darin zu wälzen und die Wellen herunterzukullern. Trockener Sand rieselt durch die Hände, Sand eignet sich zum Formen und Bauen: Eine Wanderdüne im Gräsermeer lädt zum Spielen ein.

32. Oasengarten

Quelle: Fotolia

Spuren im Sand

„ … Kein Regen, keine Pflanzen, alles trocken, nur Sand: Wir befinden uns in der Wüste. Das Licht flimmert, die Tage sind unerträglich heiß, die Sonne brennt, und die Nächte bringen Kälte. Die Lippen sind von der trockenen Hitze aufgesprungen, und in dieser lebensfeindlichen Landschaft gibt es nur einen Ort zum Überleben: die Oasen. Unser Mund ist trocken, wir sehnen uns nach einem Schluck Wasser …“

Oasen sind Vegetationsflecken in der Wüste, die üblicherweise an einer Quelle und Wasserstelle liegen. Sie variieren in ihrer Größe und in ihrem Charakter, von kleinen, mit Dattelpalmen umgebenen Teichen, bis hin zu großen Städten mit Industrie- und Landwirtschaftsbetrieben.

Ausgeklügelte Bewässerungstechniken ermöglichen eine Oasenwirtschaft. Das für die Kulturpflanzen benötigte Wasser wird dabei meist in offenen Kanälen, ähnlich einem Mosaik - nach einem strikt festgelegten Schema verteilt. Dies ist eine intensive Wirtschaftsform innerhalb der Oasen, die nicht nur die Bewohner mit Nahrungsmitteln versorgt, sondern mit ihren angebauten Kulturpflanzen oft auch andere wichtige Güter liefert. Oasen kommen in allen Wüsten, beispielsweise auch in den asiatischen Wüsten vor.

Oasen waren früher Versorgungsstellen für Karawanen sowie Handelsplätze der Nomaden. An ihren Plätzen findet reges Leben und Treiben statt. Nachrichten werden genauso wie Waren ausgetauscht.

33. Blaue Fata Morgana

Quelle: Fotoia

Wüstenflirren

Über der Wüste flimmert die Luft, und gleich könnte eine Fata Morgana erscheinen: Die Reise durch die Wasserwelten endet an einem kargen Ort ohne Wasser. Der Garten vermittelt durch die Verwendung von Materialien wie Sand, Schotter und Kies eine aride Zone. In Korrespondenz zum Garten „Wüstenwellen“ könnte das Landschaftsbild noch deutlicher in Szene gesetzt werden und mit den unterschiedlichen Farben der Wüstensände spielen: das weiße Flirren der Salzwüste, der rote, glühende Sand der Namibwüste und der warme Goldton der Sahara.

Die Wüstenlandschaft, mit ihren durch Wind messerscharf gezogenen Konturen, weist starke Kontraste von Hitze und Kälte, aber auch gleißendem Licht und Schatten auf.

In diesem Garten wird eine Wüstenlandschaft dargestellt. Wie haben sich die Pflanzen an diesen extremen Standort angepasst? Eine Anpassung ist die Verringerung der Blattoberfläche und das Speichern von Wasser im unterirdischen Wurzelsystem. Offensichtlich sind diese Pflanzen richtige Überlebens- und Wassersparkünstler und wehren sich mit Stacheln und Dornen, um das tapfer erkämpfte Leben zu verteidigen.

Geländedokumentation 2008

Wollen Sie wissen, wie das Gelände ursprünglich ausgesehen hat? Dann schauen Sie sich untenstehenden Clip von 2008 an.

Ansprechpartner

Claudia Mohr
Projektkoordination Freiraumplanung und Landschaftsbau
Tel.: 040 / 226 31 98 – 713

Entwurfsplan

Gelände-Ansichten 2010/2011/2012

Ansichten in Google Earth öffnen

KMZ_World-of-Water.kmz

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