Willi Villa: Ein Kiosk der Nationen
Was fehlt am Kuckucksteich, der zentralen Grill- und Liegewiese auf dem Gartenschaugelände? Ein Café mit sanitären Anlagen! Was macht man dagegen? Man baut eines und fragt zuvor die Menschen, wie es aussehen und was es anbieten soll. Am Ende übergibt man es einem Pächter, mit dem auch alle einverstanden sind.
In Interviews und Gesprächsrunden mit Menschen verschiedener Nationalitäten und Generationen wird erforscht welche Bedeutung Kioske in Wilhelmsburg haben, welche Unterschiede bei den Nutzungen im Herkunftsland und in Wilhelmsburg bestehen und was bei der Gestaltung der Willi Villa wichtig wäre. Denn ein Kiosk ist in vielerlei Hinsicht ein Schmelztiegel: so stellt er eine Verbindung zwischen Orient und Okzident her, zwischen Kultur und Natur, zwischen Besinnlichkeit und Handel. Kioskartige Gebäude gibt es seit dem 13. Jahrhundert, die ersten in Persien, Indien und im osmanischen Reich. Sie waren wichtige Elemente der Gartenarchitektur. Der Kiosk als Gebäude ist also eine Art Kulturbotschafter, der um die Welt gereist ist. Ein passendes Thema für eine Internationale Gartenausstellung, deren Thema „In 80 Gärten um die Welt“ lautet.










