igs 2013

Idee & Konzept

Die internationale gartenschau hamburg 2013 (igs 2013) ist der grüne Impulsgeber der Freien und Hansestadt Hamburg für die stadtentwicklungspolitische Erschließung des Hamburger Südens.

Seit 2007 plant und gestaltet sie auf einer rund 100 Hektar großen Grün- und Brachfläche im Hamburger Stadtviertel Wilhelmsburg eine internationale Gartenschau.

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ entführt die Ausstellung ihre Besucher auf eine Zeit- und Weltenreise durch die Kulturen und Klimazonen dieser Erde.

Zugleich entsteht ein Park für das 21. Jahrhundert: eine grüne Oase inmitten der Stadt mit spannenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, attraktiver Gastronomie und überraschenden Wasser- und Gartenanlagen.

Unter dem Motto „In 80 Gärten um die Welt“ schickt die igs 2013 Ihre Besucher auf Reisen

Auf einem Gelände von ca. 100 Hektar Fläche begibt sich der Besucher im Veranstaltungsjahr 2013 auf eine Reise um die Welt. Als Passagier durchquert er auf seinem Rundweg sieben verschiedene Themenwelten.  In jeder dieser Passagen wird ein anderes Reisethema durch gärtnerische, landschaftsplanerische und künstlerische Beiträge präsentiert. Die kulturelle Vielfalt des Stadtteils und die Internationalität der Hansestadt spiegeln sich in den Themengärten und Ausstellungsobjekten wider.

Darüber hinaus liefert die igs 2013 gmbh Antworten auf Fragen unserer Zeit: Themen wie Klimaschutz, Gesundheit und Naturschutz werden über vielfältige Aktionen und Präsentationen für den Besucher erlebbar gemacht. Ansprechende Gastronomie, ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm, große Blumenschauen und verschiedene Märkte mit regionalen, ökologischen und gärtnerischen Produkten runden das Angebot für den Besucher auf der internationalen gartenschau im Veranstaltungsjahr 2013 ab.

Von April bis Oktober 2013 einen Sommer lang Gartenschau
Es werden mindestens 2,5 Mio. Besucher (4 Mio. Besuche/Einlässe) zur  Gartenschau erwartet. Der Einzugsbereich liegt bei ca. 250 km. Der Großteil der Besucher kommt damit aus Hamburg und der Metropolregion. Neben dem klassischen Gartenschaupublikum mit der Altersstruktur 50+ werden durch die Themen Sport und Bewegung, aber auch durch das begleitende Veranstaltungsprogramm, jüngere Zielgruppen, insbesondere auch Familien und junge Erwachsene, angesprochen.

Der Garten als klassischer Nutzgarten hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung verloren. Heute dient Garten als Erholungs- und Rückzugsraum, als „zweites Wohnzimmer“. Garten ist Trend und Prestigeobjekt geworden. Dadurch hat sich in der letzten Zeit auch das Publikum der Gartenschauen verändert. Immer mehr jüngere Menschen, häufig mit eigenem Haus und Garten, interessieren sich für Gartenschauen. Darüber hinaus ist Gartenschau auch eine „grüne Messe“, eine Leistungsschau der grünen Branche. Neuheiten werden präsentiert, und die Betriebe, viele aus der Region, zeigen ihre Fähigkeiten. 

In 80 Gärten um die Welt

Park des 21. Jahrhunderts

Hamburg wächst. Jedes Jahr entscheiden sich mehrere Tausend Menschen für einen Umzug in die Metropole. Mit ihnen wachsen die Aufgaben für die Stadt- und Landschaftsplanung. Die igs hamburg 2013 schafft einen Park für die mobile, multikulturelle, gesundheitsbewusste Stadtgesellschaft. Eine neue Mitte für Wilhelmsburg, die die bestehenden Wohnquartiere verbindet und um die zukunftsweisenden Neubauten der Internationalen Bauausstellung ergänzt. Im Jahr 2013 findet hier die internationale gartenschau statt. Wenn nach der Großveranstaltung die Zäune abgebaut werden, bleibt ein Park für das 21. Jahrhundert, der vielfältige Funktionen erfüllt.

Ein moderner Park ist ein Wohlfühlort, den man aufsucht, um Vogelgezwitscher und den Anblick leuchtender Rosen zu genießen. Er ist ein sozialer Ort der interkulturellen Begegnung und Kommunikation, wo sich Kleingärtner über den Gartenzaun grüßen, Jugendliche aller kulturellen Hintergründe gemeinsam skaten gehen oder Eltern mit ihren Kindern einem Familienkonzert lauschen.

Ein Park des 21. Jahrhunderts ist ein therapeutischer Ort, der Gesundheit und Fitness fördert. Hier kann man joggen, walken und radeln, Kinder können sich auf Spielplätzen austoben, auf Bäume klettern und durchs Unterholz kriechen.

Ein Park ist ein ökologischer Ort: Schilf, Hecken und alte Baumbestände sind Rückzugs- und Lebensräume für Insekten und Vögel und sorgen für ein angenehmes Stadtklima. Ein modernes Lichtkonzept auf dem igs-Gelände beleuchtet die Wege nur sparsam und setzt dafür Akzente im Raum, um die Orientierung zu erleichtern. Es macht den Park zu einem rund um die Uhr geöffneten Treffpunkt.

Ein Park ist ebenso ein pädagogischer Ort für Jung und Alt: er lädt ein zum Verstehen und Kennenlernen von Natur und ermöglicht darüber hinaus soziales und kulturelles Lernen.

 

Kulturlandschaften Hamburg

Hamburg ist geprägt durch seine umgebenden Landschaften: das Obstanbaugebiet Altes Land, das Pinneberger Baumschulland, die Knicklandschaften Schleswig-Holsteins mit ihren Raps- und Getreidefeldern, die Vier- und Marschlande mit ihrem Blumen- und Gemüseanbau sowie die Lüneburger Heide. Hamburg ist Absatzmarkt und Umschlagplatz für ihre Produkte, die Kulturlandschaften sind ihrerseits wichtige Naherholungsgebiete für die Hamburger.

Die igs hamburg 2013 möchte die Vermarktung regionaler Produkte stärken. Sie tritt für eine nachhaltige Lebensweise ein und steht im Dialog mit dem länderübergreifenden Leitprojekt „Aus der Region für die Region“. Durch die Vermeidung langer Transportwege wird CO2 eingespart und die Wirtschaftskraft der Region gefördert.

In Zusammenarbeit mit den Bauern-, Landwirtschafts-, Handels-, Handwerks- und Tourismusverbänden des Hamburger Umlands werden im Süden des Gartenschaugeländes die Besonderheiten der Region präsentiert. Gärten zeigen sorgfältig gepflegte Obstbäumchen, lila blühende Heide und die sanft geschwungenen, heckengesäumten Felder Südholsteins. Marktstände laden zum Entdecken der Spezialitäten aus der Region ein. Was hier verkauft wird, ist regional, saisonal, gentechnikfrei und so klimaschonend wie möglich erzeugt und verarbeitet worden, stammt bevorzugt aus ökologischem Anbau oder wurde fair gehandelt.

Kulturlandschaften Hamburg

Hamburgs „Gartenschau-Tradition“

Hamburgs „Gartenschau-Tradition“
Die internationale gartenschau hamburg 2013 befindet sich in einer langen Tradition von Gartenschauen in Hamburg. Vor fast 140 Jahren wurde in Hamburg die erste Gartenschau veranstaltet. Besonders präsent sind bei den Hamburgern noch immer die IGA’s von ’53, ’63 und ’73. Im Rahmen dieser Gartenschauen entstand der Botanische Garten, und Planten und Blomen wurde gestaltet. Viele Bürgerinnen und Bürger haben positive Kindheitserinnerungen an die Veranstaltungen. Die entstandenen Grünflächen sind heute ganz besondere Schmuckstücke der Hansestadt.

Zur Geschichte der Gartenschau -Tradition

Volkspark des 21. Jahrhunderts

Hamburg hat neben der Gartenschautradition auch Vorbildcharakter für den Bau von Volksparken aufzuweisen. Die dichte Besiedelung und die Arbeitsbedingungen in früheren Zeiten machten es notwendig, für die Hamburger Freiräume zu schaffen, in denen Erholung und Bewegung an der frischen Luft möglich waren. So entstanden in langer Bauzeit beispielsweise der Altonaer Volkspark und der Stadtpark. Diese Parks wurden nicht nach historischen Vorbildern aus der langen Geschichte der Gartenkultur erstellt, sondern an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet. Neben beispielsweise einem klassischen Rosengarten gibt es große Freiflächen, Sportanlagen und Spielplätze. Das Betreten der Rasenflächen war hier ausdrücklich erwünscht.

Die Anlagen stammen aus den unterschiedlichsten Epochen und waren, wie der Jenischpark, großzügige Gärten an Herrenhäusern oder, wie der Stadtpark in Winterhude, bereits als öffentliche Anlagen geplant. Neben den bekannten großen Parkanlagen gibt es aber auch eine ganze Reihe Geheimtipps wie den Römischen Garten am Hohen Elbufer oder den Öffentlichen Garten in Fuhlsbüttel. Hinzu kommt eine große Anzahl außerordentlicher, privater Anlagen, die zumindest zeitweilig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Volksparktradition