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Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin

02.01.09

Am 20. November 2008 wurde von der Senatorin für Stadtentwicklung, Frau Ingeborg Junge-Reyer, in der Akademie der Künste am Pariser Platz der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin vergeben. Eine Auswahl der besten Arbeiten wurde in der Ausstellung in der Passage der Akademie bis zum 20. November gezeigt.

Der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin ist ein Ideenwettbewerb zur Garten- und Landschaftsarchitektur und zur Freiraum- und Landschaftsplanung. Das Verfahren richtet sich insbesondere an junge Landschaftsarchitekten, Planer, Wissenschaftler, Architekten und Künstler, die in den genannten Fachgebieten ausgebildet werden oder tätig sind. Der Preis soll die berufliche Entwicklung junger Menschen unterstützen sowie neue Ideen und Planungsansätze in der Freiraumgestaltung und -planung fördern.

Die Teilnehmer des Peter-Joseph-Lenné-Preises kommen meist aus Deutschland und Europa, aber auch aus entfernteren Ländern und Kontinenten. Seit Beginn des Verfahrens haben etwa 10.000 junge Fachleute ihre Entwürfe zu diesem Preisverfahren eingereicht. Die Zahl und die Herkunft der Teilnehmer wechselt je nach Themen und Orten. In den letzten Jahren wurden jeweils etwa 200 Arbeiten eingereicht.

Der Lenné-Preis ist inzwischen weltweit das größte Verfahren dieser Art im Fachgebiet Landschaftsarchitektur.

Themen des Preisverfahrens sind jährlich wechselnde Aufgaben.

In 2008 wurde Hamburg Wilhelmsburg insbesondere das Reiherstiegknie als Aufgabe ausgewählt.

Aufgabe war es, für die ehemalige Industriebrache am Reiherstieg ein Erholungs- und Freizeitpark für die Bevölkerung von Hamburg-Wilhelmsburg als Teilprojekt der internationalen gartenschau hamburg 2013 im Maßstab
1 : 250 zu entwerfen.

Der Entwurf soll auf der Ebene der Garten- und Landschaftsarchitektur die gestalterischen, funktionellen und pflanzlichen Aspekte eines solchen Parks darstellen. Einzugehen ist dabei auf den besonderen Charakter des Ortes mit seiner Lage am Wasser und am Hafen. Die Gestaltungsabsichten der igs 2013 und der IBA Hamburg für das Umfeld des Parks, besonders genannt die Promenade am Veringkanal, waren als Vorgaben zu beachten.

Im Bau und für die Nutzung ist der Park am Reiherstieg so zu gestalten, dass Aspekte des Umweltschutzes, des Energieverbrauches, der Nachhaltigkeit und der Umweltaneignung positiv gelöst werden.

Folgende Kriterien sind zu erfüllen:

  • ein Park für die Bevölkerung der angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete soll entstehen,
  • Herstellung von Aufenthaltsqualität direkt am Wasser,
  • Nutzung der Aussicht auf das Hafengebiet mit dem alten Getreidespeicher,
  • Möglichkeiten angemessener Freizeit- und Erholungsnutzungen im Park, kein Sportpark
  • Park als Ort der Begegnung unterschiedlicher Bevölkerungsschichten,
  • Gestaltung des Parks als Anfangspunkt eines Grünzugs,
  • angemessener Umgang mit der Proportion, Größe und Lage der Fläche,
  • hohe Attraktivität durch Mischung der Parkelemente Wasser und Grün,
  • der Gestaltung und Funktion des Parks angemessene Pflanzen- und Materialverwendung.

Mehr Informationen unter:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de